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Ist der Tengelmann-Erbe Karl-Erivan Haub wirklich am Gletscher gestorben?


Ist der Tengelmann-Erbe wirklich am Gletscher gestorben?


Aktualisiert am 02.12.2023Lesedauer: 2 Min.
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Karl-Erivan Haub: Er zählte zu den reichsten Menschen in Deutschland.Vergrößern des Bildes
Karl-Erivan Haub: Er zählte zu den reichsten Menschen in Deutschland. (Quelle: imago stock&people)

Der vermeintliche Tod des Tengelmann-Erben Karl-Erivan Haub erregt auch nach Jahren noch Aufsehen. Eine Journalistin forscht nach – und wird bedroht.

Fast sechs Jahre ist das Verschwinden von Karl-Erivan Haub her: Am 7. April 2018 wurde der damalige Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Tengelmann zuletzt von einer Überwachungskamera aufgezeichnet – seitdem ist er verschwunden.

Das wohl letzte Foto, das Haub lebend zeigt, stammt von einer Überwachungskamera am Klein Matterhorn in den Walliser Alpen. Der damals 58-Jährige wollte sich hier auf ein Skibergsteigrennen in der Schweiz vorbereiten. Doch hier verliert sich seine Spur. Die Suche nach Haub wurde im Oktober 2018 eingestellt.

Im Mai 2021 erklärte das Amtsgericht Köln Haub schließlich für tot. Todeszeitpunkt: der 7. April 2018, der Tag seines Verschwindens. Beantragt hatten die Feststellung seine Brüder Christian und Georg sowie die Unternehmensgruppe Tengelmann.

Vermeintlicher Tod sorgt für Zerwürfnis

Im Jahr 2019 machte die Gruppe nach eigenen Angaben einen Umsatz von 8,1 Milliarden Euro. Zur Konzernstruktur gehören unter anderem der Textil-Discounter Kik und die Baumarktkette Obi.

Der Antrag sorgte in der Familie für ein Zerwürfnis: Karl-Erivan Haubs Ehefrau wehrte sich gegen die Feststellung seines Todes – sie und ihre Kinder waren damit nicht mehr Gesellschafter des Milliarden-Unternehmens Tengelmann. Auch Georg Haub zog später seinen Namen von dem Antrag zurück – Christian und das Unternehmen selbst blieben allerdings dabei.

Doch ist Karl-Erivan Haub, dieser erfahrene Alpinist, wirklich am Gletscher gestorben? Zweifel daran gibt es quasi seit seinem offiziellen Todestag. RTL-Journalistin Liv von Boettcher hat ein ganzes Buch darüber geschrieben: "Die Akte Tengelmann – Welche Rolle der russische Geheimdienst spielt und warum deutsche Behörden nicht ermitteln."

Journalistin erhält anonymen Droh-Anruf

Nun legt von Boettcher nach: Für ihren Podcast "Die Akte Tengelmann – Ein Milliardär verschwindet" hat die Reporterin lange recherchiert. Sie erzählt darin laut "Focus" von Ermittlungen, die Haubs Bruder Christian veranlasst haben soll – jener Bruder, der letztendlich die Feststellung des Todes beantragt hatte.

Von Boettcher spricht von möglicher Geldwäsche, von Verbindungen nach Russland, gar einer Rolle als Doppelagent, die der Verschwundene gespielt haben soll. Und: Die Familie Haub soll Fotos besitzen, die den vermeintlich Toten nach seinem Verschwinden in Moskau zeigen sollen. Christian Haub versicherte 2021 an Eides statt, er habe keine Hinweise darauf, dass sein Bruder noch am Leben sei.

Journalistin von Boettcher will nun dafür sorgen, dass die Staatsanwaltschaft das Verschwinden Karl-Erivan Haubs neu aufrollt, schreibt der "Focus". Wegen ihrer Recherchen sei sie zuletzt auch bedroht worden, sagte sie der Zeitung: Ein anonymer Anrufer habe sie gewarnt, "bei meinen Recherchen nicht zu weit zu gehen".

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