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Russland: Wladimir Putin quält Gefangene mit Musik von Bon Jovi und AC/DC


Putin quält politische Gefangene mit Musik von Bon Jovi


02.12.2023Lesedauer: 2 Min.
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Präsident Putin (Archivbild): Soldatenmütter begehren in Russland gehen ihn und das Militär auf.Vergrößern des Bildes
Präsident Putin: Er lässt in einem Gefängnis in der Nähe von Moskau unter anderem AC/DCs "Thunderstruck" spielen. (Quelle: Mikhail Klimentyev/ap)

Das russische Regime denkt sich offenbar immer neue Schikanen für seine politischen Gefangenen aus. Nun wird bekannt, dass jeden Morgen laut Musik gespielt wird.

In russischen Gefängnissen soll mit Musik versucht werden, die Insassen zu brechen. Jeden Morgen soll über die Lautsprecher in einem Gefängnis außerhalb von Moskau eine Playlist abgespielt werden, darunter: "It's My Life" von Bon Jovi, "Honey" von Moby und "Thunderstruck" von AC/DC, die russische Nationalhymne und Lieder über die Hauptstadt. Das veröffentlichte die oppositionelle Wahlrechtsorganisation "Golos" auf Telegram.

Dazu veröffentlichte sie eine Playlist, die alle 13 Lieder zeigt, die offenbar allmorgendlich in der Haft abgespielt werden. Alle Songs zusammen dauern mehr als 50 Minuten. Zuerst berichtete das US-amerikanische Magazin "Newsweek" über die Aktion des Kremls.

Playlist soll jeden Tag gespielt werden

Dabei soll es sich um die Untersuchungshaftanstalt Kapotnya-7 handeln, in der auch der bekannte russische Oppositionelle Alexej Nawalny kurzzeitig untergekommen war. In dem Gefängnis sitzen laut "Newsweek" vor allem politische Gefangene, Künstler, Geschäftsleute sowie Terroristen ein.

"Golos" will mit der Aktion auf die Festnahme ihres Chefs Grigory Melkonyants aufmerksam machen, der seit mehr als 100 Tagen in dem Gefängnis sitzt. Die Organisation hat bei mehreren russischen Wahlen Wahlbetrug festgestellt – und öffentlich gemacht.

Gefängnis gilt als besonders grausam

Melkonyants hat der Organisation aufgezeichnet, "welche Lieder morgens im internen Radio der Haftanstalt gespielt werden. Diese Playlist wird Tag für Tag, Monat für Monat wiederholt", schreibt die Organisation auf Telegram. "Sie wird jeden Morgen von Tausenden von Russen gehört, die auf ihren Prozess warten – darunter auch politische Gefangene."

Schon früher gab es Berichte über die grausamen Zustände im Gefängnis Kapotnya-7. Der ehemalige Häftling Ilya Yashin beschrieb das berüchtigte Gefängnis in einem Blogeintrag 2022 als "rotes Regime", da die Gefängnisaufsicht sehr streng sein soll. Ein Mithäftling von Ilya Yashin wurde demnach bestraft, weil er in der Dunkelheit noch eine Tasse Tee kochen wollte, schreibt "Newsweek".

Verwendete Quellen
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