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"Wie im Katastrophenfilm"

Aktualisiert am 27.07.2021Lesedauer: 3 Min.
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Der Monster-Zyklon "Yasi" hat die australische Nordostküste mit voller Wucht getroffen. Orkanartige Winde mit Spitzenböen von rund 300 Kilometern pro Stunde entwurzelten Bäume und rissen Strommasten um. Meterhohe Wellen krachten an die Strände. In weiten Teilen des Küstengebietes fiel der Strom aus. Die Sturmfront ist über 500 Kilometer breit.

Wie das Wetteramt mitteilte, erreichte das Auge des Sturms wenige Minuten nach Mitternacht (Ortszeit) den Badeort Mission Beach im Bundesstaat Queensland. Zuvor hatte der Zyklon vor der Nordostküste Australiens die höchste Kategorie fünf erreicht.

Bild der Zerstörung

Selbst rund dreißig Kilometer von der Küste entfernt hat es den kleinen Ort Tully getroffen. Der Ort biete ein Bild der Zerstörung mit abgedeckten Häusern und Stromleitungen, die der mächtige Wirbelsturm zerrissen hat, berichtete der "Sydney Morning Herald" am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit).

Unterdessen schwächt sich die Kraft des Zyklons über dem Festland aber bereits ab, da er dort auf kühlere Luft trifft. "Yasi" sei am Morgen (Ortszeit) von der höchsten Kategorie fünf der international gebräuchlichen Saffir-Simpson-Skala auf die Kategorie drei heruntergestuft worden, berichtet die Zeitung.

Foto-Serie: Zyklon "Yasi"

"Schlimmster Sturm seit Menschengedenken"

In weiten Teilen des Küstengebietes harrten auch in der Nacht zu Donnerstag (Ortszeit) zehntausende Menschen in Notunterkünften aus oder hatten sich in ihren Häusern verbarrikadiert. "Es ist der schlimmste Sturm seit Menschengedenken", sagte die Bürgermeisterin von Cairns, Val Schier. Die Stadt liegt am oberen Ende der Einfallschneise des Monster-Sturms.

"Yasi" ist nach Angaben von Wetterforschern einer der stärksten je registrierten tropischen Wirbelstürme. "Wir sehen uns einem Sturm mit katastrophalen Proportionen ausgesetzt, und das in einem dicht besiedelten Gebiet", sagte auch die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh. "Es wird sehr, sehr beängstigend." In dem Gebiet leben rund 300.000 Menschen.

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"Wie im Katastrophenfilm"

"Draußen faucht ein Wind mit einer Geschwindigkeit von 180 Kilometern pro Stunde. Palmen biegen sich bis zur Erde, die Natur zeigt ihre ganze Kraft - dabei soll das Schlimmste erst kommen", berichtet Fußballtrainer Frantisek Straka in Townsville. "Wir haben die Fenster mit Spezialfolie abgeklebt, die Möbel festgebunden und Sandsäcke zum Wasser hin gelegt", sagte der 52-jährige Tscheche. "In den Straßen patrouillieren Soldaten. Wir haben unsere Tochter Tereza zu Freunden in eine Fliegerkaserne geschickt. Dort werden Zivilisten in einem Bunker untergebracht. Es ist unfassbar still, alle Vögel sind geflohen. Wie im Katastrophenfilm."

"Tsunamiähnliche" Sturmflut erwartet

"Yasi" könne gefährlicher sein als alle Zyklone seit Generationen, warnten Meteorologen. Sie vergleichen den Sturm mit dem Hurrikan "Katrina", der 2005 die Golfküste der USA verwüstete. "Yasi" ist größer und bedrohlicher als jeder andere Zyklon, der je in dieser Region registriert wurde. Der Wirbelsturm dürfte bis zu 24 Stunden wüten und einen Küstenstreifen von mehr als 700 Kilometern Länge in Mitleidenschaft ziehen, warnten die Meteorologen. An der Küste drohe eine "tsunamiähnliche" Sturmflut mit meterhohen Wellen.

Schlimmer als "Tracy"

Nach den Berechnungen stellt "Yasi" selbst "Tracy" in den Schatten, den bislang schlimmsten Zyklon in Australien. "Tracy" hatte Weihnachten 1974 die Stadt Darwin verwüstet und 71 Menschen in den Tod gerissen.

Queensland kämpft immer noch mit den Folgen der Überschwemmungen von Anfang des Jahres. Eine Fläche so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen stand dort zeitweise unter Wasser. 30.000 Häuser wurden beschädigt, das Schienennetz teilweise zerstört und zahlreiche Bergwerke überflutet. Die Schäden liegen in Milliardenhöhe. "Yasi" bringe weitere verheerende Niederschläge, warnten die Meteorologen.

Erst 2006 war die Ortschaft Innisfail, 90 Kilometer südlich von Cairns, von Zyklon "Larry" heimgesucht worden. 10.000 Häuser wurden beschädigt und die gesamte Bananenernte vernichtet.

Quelle: dpa, afp, dapd

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