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Im Nordosten droht ein Schneesturm

Aktualisiert am 27.07.2021Lesedauer: 2 Min.
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Meterhohe Schneever- wehungen, aufget├╝rmtes Eis an den K├╝sten und D├Ârfer, die von der Au├čenwelt abgeschnittenen sind: So sieht das Szenario aus, das die Meteorologen in der Nacht und am Samstag f├╝r Teile Mecklenburg-Vorpommerns erwarten. Im gesamten Westen gibt es bereits teils kr├Ąftige Schneef├Ąlle. Die Niederschl├Ąge breiten sich schnell aus und erreichen in der Nacht den Osten. "Die Insel Hiddensee ist wegen Eisgang bereits nicht mehr erreichbar", sagte Lars Dahlstrom von der Unwetterzentrale gegen├╝ber wetter.info.

Am Abend schneit es auch in Mecklenburg-Vorpommern sowie im Norden und Osten Bayerns. Dramatisch k├Ânnte sich die Situation in Mecklenburg Vorpommern entwickeln: Der Wind dreht hier in der Nacht auf Nordost. "Die K├╝ste liegt dann auf der vollen Sturmseite", sagte Dahlstrom. In Kombination mit heftigen Schneef├Ąllen bef├╝rchten die Meteorologen hohe Schneeverwehungen bis tief in das Landesinnere.

Abgeschnittene D├Ârfer

"Auf R├╝gen und Usedom, aber auch auf dem Festland, werden sehr wahrscheinlich einige D├Ârfer nicht mehr erreichbar sein", sagte Dahlstrom. "Der Sturm und der viele Schnee haben hier wirklich Potential". Die Situation k├Ânne ├Ąhnlich schlimm werden, wie Anfang des Jahres, als Tief "Daisy" ├╝ber den Norden Deutschlands zog. Meteorologe Stefan Kreibohm bef├╝rchtet sogar, dass nicht alle Oberleitungen der Bahn den Schneemassen gewachsen sein werden.

Aktuelle Meldungen aus der Unwetterzentrale

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Kachelmann warnt die Autofahrer

Nach Ansicht von Kachelmann k├Ânnte der Schneefall den Verkehr auf einigen Autobahn-Abschnitten gef├Ąhrden. Aus meteorologischer Sicht besonders heikel k├Ânnte es in der zweiten Nachth├Ąlfte auf der Autobahn A20, etwa von L├╝beck bis zur Uckermark, werden. Auch die A19 ist bis zum Samstag Nachmittag betroffen. Dagegen muss auf der A11 - vor allem von der Uckermark bis zur polnische Grenze - besonders ab Samstagmittag mit witterungsbedingten Beeintr├Ąchtigungen gerechnet werden. Schlie├člich warnt Wetter-Experte Kachelmann auch f├╝r die A1 von Hamburg bis ins Umfeld von Fehmarn - inklusive der Bundesstra├če bis zum F├Ąhrhafen Puttgarden auf Fehmarn - vor Verkehrbehinderungen ab der kommenden Nacht bis zum Samstag Nachmittag.

Bis zu 25 Zentimeter Neuschnee

Nur die Alpen bleiben noch bis zur Nacht verschont, doch dann gibt es auch in Garmisch und dem Berchtesgadener Land kr├Ąftigen Schneefall. "Zum Teil kommen gro├če Neuschneemengen dazu", so Wetterexperte J├Ârg Kachelmann. Oberhalb von 300 bis 400 Metern rechnet der Meteorologe mit bis zu 25 Zentimetern.

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Es st├╝rmt und schneit immer weiter

Auch am Samstag morgen tobt der Sturm im Nordosten weiter und erreicht voraussichtlich um die Mittagszeit seinen H├Âhepunkt. Bei Mecklenburg-Vorpommerns Nachbarn in Schleswig-Holstein wird ebenfalls heftiger Schneefall den Menschen zu schaffen machen.

Wetterberuhigung in der S├╝dh├Ąlfte

Zwar wird es im n├Ârdlichen Sachsen-Anhalt, in Brandenburg und in den Alpen am Samstag weiter kr├Ąftig schneien. Im gro├čen Rest des Landes beruhigt sich das Wetter dagegen langsam: "Einzelne Schneeschauerchen sind noch dabei, aber auch viele Auflockerungen", sagte Kachelmann. Diese Tendenz setzt sich weiter fort: "Am Sonntag gibt es einen freundlichen Mix aus Sonne und Wolken", prophezeit Kachelmann. Allerdings geht es mit den Temperaturen erneut in den K├Ąltekeller: Im Osten und S├╝den werden wieder zweistellige Minusgrade erreicht. Auch im Westen und Norden kratzen die Temperaturen an der Minus-Zehn-Grad-Grenze.

Quelle: wetter.info, rf

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