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Belohnung erhöht: 47 Millionen Dollar für Hinweise zum Abschuss von MH17

Belohnung erhöht  

Jetzt 47 Millionen Dollar für Hinweise zum Abschuss von MH17

24.11.2014, 17:19 Uhr | t-online.de, rtr

Belohnung erhöht: 47 Millionen Dollar für Hinweise zum Abschuss von MH17. Abtransport von Wrackteilen der abgeschossenen Passagiermaschine MH17 (Quelle: Reuters)

Abtransport von Wrackteilen der abgeschossenen Passagiermaschine MH17 (Quelle: Reuters)

Ein deutscher Privatermittler setzt im Auftrag eines Unbekannten eine hohe Millionensumme als Belohnung aus: 30 Millionen Dollar winken den Informanten, wenn sie Beweise zum Abschuss der Malaysia Airlines Passagiermaschine mit der Flugnummer MH17 über der Ukraine bringen können. Nach zwei Monaten hat der anonyme Auftraggeber diese Summe nochmal erhöht. Nun sind 47 Millionen Dollar "Jagdprämie" ausgesetzt.

Der deutsche Detektiv Josef Resch äußerte sich in einem Interview mit dem Magazin "Capital" über die Belohnung und den Stand seiner Nachforschungen. "30 Millionen Dollar (24,1 Millionen Euro) gibt es für Beweise auf die Hintermänner der Tat. Und weitere 17 Millionen Dollar (13,7 Millionen Euro) für Hinweise darauf, wie die Aufklärung in einigen Ländern vertuscht oder verhindert wird."

Der ihm nicht bekannte Auftraggeber zweifelt demnach an der Darstellung des Bundesnachrichtendienstes BND, der angeblich von den USA Satellitenbilder bekommen hat, die einwandfrei belegen sollen, dass prorussische Separatisten die Maschine mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen hätten. Die BND-Theorie ist laut Resch "Schmarrn". Er habe viele Hinweise, dass die BND-Darstellung stinke.

Wochenlange Anbahnung für persönliche Treffen

Der Detektiv gab auch Auskunft über den Stand seiner Ermittlungen. Demnach seien in den vergangenen Wochen mehr als 1000 Hinweise per E-Mail, Anruf oder Brief bei seiner Detektei eingegangen. Dabei war offenbar viel Ausschuss-Material. "Ich glaube, jeder Verschwörungstheoretiker dieser Erde hat sich bei mir gemeldet. Und jeder Hobbydetektiv", sagte Resch. Nur etwa zehn Informanten hätten sich als interessant herausgestellt, fünf werden derzeit genauer geprüft.

Wochenlange Anbahnung geht den persönlichen Treffen voraus, dennoch sei derzeit noch kein heißer Tipp dabei. "Fest steht, wir haben sehr gute Fälschungen erhalten", so Resch. Es gebe offenbar ein großes Interesse, aufwändige Fälschungen als echt zu verkaufen.

"Wir suchen einen zweiten Edward Snowden"

Man suche einen zweiten Edward Snowden, einen Maulwurf in den Geheimdiensten. "Dafür sind die 17 Millionen Dollar bestimmt, 17 wegen der Flugnummer MH17", sagte Resch. Er wolle offenlegen, ob ein Staat die Tat decke - und wenn ja, welcher.

Am 17. Juli war die Maschine über der Ostukraine abgestürzt. Alle 298 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord wurden getötet. Zwei Drittel der Opfer stammten aus den Niederlanden.

Es wird vermutet, dass das Flugzeug von einer Boden-Luft-Rakete getroffen wurde, die aus dem von prorussischen Rebellen kontrollierten Gebiet abgefeuert worden war.

Bergungsarbeiten beendet

Unterdessen haben die Niederlande ihre eine Woche dauernden Bergungsarbeiten an der Absturzstelle der Passagiermaschine in der Ukraine abgeschlossen. Die Trümmer der Boeing 777 seien mit einem Güterzug in die ostukrainische Stadt Charkiw transportiert worden, teilte die niederländische Regierung mit. Von dort würden die Wrackteile zur Untersuchung in die Niederlande gebracht. Die holländischen Experten wollen die Trümmerteile zusammensetzen, um weitere Hinweise auf die Absturzursache zu erhalten.

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