Sie sind hier: Home > Panorama >

Volksabstimmung am Sonntag: Machen Hörner Kühe glücklicher? Schweizer stimmen ab

Volksabstimmung am Sonntag  

Machen Hörner Kühe glücklicher? Schweizer stimmen ab

23.11.2018, 10:50 Uhr | dpa

Volksabstimmung am Sonntag: Machen Hörner Kühe glücklicher? Schweizer stimmen ab. Gehörnte Kühe auf einer Weide.

Gehörnte Kühe auf einer Weide. Foto: Karl-Josef Hildenbrand. (Quelle: dpa)

Bern (dpa) - Brauchen glückliche Kühe Hörner? Der Schweizer Bauer Armin Capaul sagt "ja" und hat mit mehr als 100.000 Unterschriften eine Volksabstimmung dazu erzwungen.

Er kämpft dafür, dass Landwirte jungen Kälbern nicht mehr mit einem heißen Brennstab die Hornanlagen wegbrennen - wenn auch unter Narkose und mit Schmerzmittel. Am Sonntag stimmen die Schweizer über seine Hornkuh-Initiative ab.

Capaul (67) könnte mit seinem Rauschebart, kariertem Hemd und Strickmütze geradewegs einem Heidi-Film entstiegen sein. Er ist Schweizer Bergbauer mit Hof im Kanton Bern. "Ich habe schon manches Kalb gehört, das vor Schmerz geschrien hat", sagt er. Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann widerspricht: "Ich habe Enthornungen als Junge mit eigenen Augen gesehen und nie den Eindruck gehabt, dass sie leiden."

Um die Bedeutung der Hörner für das seelische Gleichgewicht der Kühe wird seit Jahren gestritten. "Das Horn gibt den Tieren Gelassenheit, innere Ruhe und Sicherheit", sagt Christian Müller vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau. Bäuerinnen- und Landfrauenverband fürchten dagegen um die Sicherheit der Bauernfamilien. Ausgewachsene Kühe mit spitzen Hörnern könnten eine tödliche Gefahr sein.

Außerdem brauchen Hornkühe größere Ställe. "Wir befürchten, dass bei Annahme der Initiative mehr Kühe im Stall angebunden werden. Das würde dem Tierwohl nicht dienen", sagt Patrizia Andina von der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte.

In der Schweiz tragen nur noch zehn Prozent der rund 1,5 Millionen Rinder Hörner. Bei manchen Rassen sind sie ganz weggezüchtet. In Deutschland leben gut zwölf Millionen Rinder. Wie viele davon Hörner tragen wisse man nicht, sagt Björn Börgermann vom Milchindustrie-Verband. "Rinder sind von Hause aus keine Kuscheltiere sondern große Nutztiere mit viel Kraft", sagt er. "Es besteht daher für den Tierhalter unabhängig von der Haltungsform durchaus ein erhöhtes Gefährdungspotential in der Arbeit mit behornten Tieren."

Capaul fordert kein Verbot, weil er dafür keine Chance an der Abstimmungsurne sah. Vielmehr verlangt er neue Subventionen für Bauern, die ihren Tieren - neben Kühen auch Ziegen - die Hörner lassen. Die Regierung glaubt, dass das zu teuer wird.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe