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Meinung
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Wir haben Winterwetter, keinen Notstand

Eine Kolumne von Jörg Kachelmann

Aktualisiert am 08.01.2019Lesedauer: 2 Min.
Bayern, Spitzingsee: Eine Frau geht auf einer Staße neben der Schneekante entlang.
Bayern, Spitzingsee: Eine Frau geht auf einer Staße neben der Schneekante entlang. (Quelle: dpa-bilder)
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Der Wintereinbruch in Süddeutschland bringt Massen an Neuschnee, es kann auch die nächsten Wochen Schneerekorde geben. Kein Problem, meint Jörg Kachelmann. Manchmal ist Wetter eben nur Wetter.

Man weiß, dass man sich um den Journalismus Sorgen machen muss, wenn die "Neue Zürcher Zeitung“ titelt: "Deutschland versinkt im Schnee". Das tut es natürlich nicht und außerhalb einer kleinen radikalen Minderheit in Bayern wundert sich Deutschland, was die alte Tante aus Zürich da schreibt, wie die Schneehöhen vom Dienstagmorgen ahnen lassen – zum Glück gibt’s den Brocken im Norden, damit es etwas weniger elend aussieht:

(Quelle: Kachelmannwetter)

Die gute Nachricht für alle kassandresken Heulbojen, die bereits täglich den nationalen Notstand in Sachen Schnee ausrufen: Es kommt noch was dazu, weiterhin nicht für alle. Aber immerhin mehr für die Mittelgebirge, die bisher noch nichts gesehen haben, wie man an drei Beispielen bei der Schneedecken-Vorhersage sehen kann (für Details in Länder und Kreise, Schweiz, Österreich und Südtirol über Menü):

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Auch diese Schneehöhen werden allerdings weit weg von irgendwelchen Rekorden sein außer in wenigen Nordstau-Gebieten der Alpen, nur fuhr früher die Bahn auch bei Schnee und der Landkreis Miesbach in Bayern konnte sich noch dunkel erinnern, wie es ist, wenn es schneit und musste noch keinen Katastrophenfall erklären, wenn es leicht anstrengender wurde im Winter und es im Januar schneite.

Rekord-Schneehöhen durchaus möglich

Dass das – junge Menschen werden überrascht sein – in der Vergangenheit schon öfter passierte, sieht man in den Archivkarten (nur wenige grobe Beispiele, zum Ablesen der Schneehöhen in die Landkreise, andere Bundesländer und Daten via Menü):

Der Januar 1981, 1954 und 1968. Oft kommen die höchsten Schneehöhen auch erst im Februar (wie bei der Galtür-Katastrophe 1999) oder wie 2006 im März zustande.

Das bedeutet, dass wir durchaus noch Rekord-Schneehöhen erleben könnten, vor allem in den Bergen. Es ist wie im Sommer (und hat nichts mit dem Klimawandel zu tun), dass es bei Wetterlagen eine Erhaltungsneigung gibt. So sieht es aus, als würde es in den kommenden anderthalb Monaten noch öfter feuchte Nordlagen geben, wie die Vorhersage für die Niederschlagsabweichung vom langjährigen Durchschnitt zeigt:

(Quelle: Kachelmannwetter)

Da diese übernormalen Niederschläge am Alpennordhang bei durchschnittlichen bis leicht unterdurchschnittlichen Temperaturen fallen, bedeutet das vor allem für die Regionen oberhalb 1.000 Metern und vor allem in den zentralen und östlichen Alpen Schnee, viel Schnee.

(Quelle: Kachelmannwetter)

Auch wenn wir jetzt noch weit von einem Rekord-Lawinenwinter entfernt sind ist es denkbar, dass wir uns in den kommenden Wochen weiter in diese Richtung bewegen, dass wir in Teilen der Alpen einen Schneewinter haben, von dem man immer wieder mal hörte, dass es ihn nie mehr geben würde.


Es ist das Kreuz mit der Wissenschaft: Der sich anbahnende Winter ist weder etwas, was gegen den Klimawandel spricht, aber auch nicht das Gegenteil davon. Auch wenn es schwer auszuhalten ist für beide Seiten des Hysterie-Managements: Manchmal ist Wetter einfach nur Wetter.

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