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Zwei weitere Leichen im Armbrust-Fall von Passau gefunden

Von dpa
Aktualisiert am 13.05.2019Lesedauer: 2 Min.
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung geht zum Tatort.
Ein Mitarbeiter der Spurensicherung geht zum Tatort. (Quelle: Christophe Gateau./dpa)
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Passau (dpa) - Im Zusammenhang mit dem Passauer Armbrust-Fall haben Ermittler zwei weitere Leichen in Niedersachsen gefunden. Die toten Frauen seien in der Wohnung eines der drei Passauer Opfer in Wittingen im Landkreis Gifhorn entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau.

Die Kriminalpolizei Gifhorn solle zu HintergrĂŒnden und zur IdentitĂ€t der Frauen ermitteln, teilten die Ermittler in Niederbayern mit. Das Haus, in dem die Leichen in Wittingen gefunden wurden, war am Montagnachmittag mit einem Flatterband abgesperrt. Mehrere Ermittler betraten nacheinander das GebĂ€ude - ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit einem leerstehenden GeschĂ€ft im Erdgeschoss. Bei einer der beiden dort gefundenen Toten handelt es sich einem Polizeisprecher zufolge vermutlich um die Lebenspartnerin einer tot in Passau entdeckten 30-JĂ€hrigen. Wie die beiden FĂ€lle zusammenhĂ€ngen, war noch unklar.

Der Leichenfund in Passau hatte am Wochenende Aufsehen erregt. In einem Pensionszimmer hatten Mitarbeiter am Samstag drei tote GĂ€ste gefunden. Die Ermittler stellten zunĂ€chst zwei ArmbrĂŒste sicher. SpĂ€ter wurde eine weitere Armbrust in einer Tasche gefunden. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Menschen gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.

In den Körpern von zwei Toten, die in einem Doppelbett lagen, steckten mehrere Pfeile, wie der Passauer Oberstaatsanwalt Walter Feiler sagte. Die dritte Tote, die auf dem Boden lag, hatte einen Pfeil im Körper stecken. Was sich genau in dem Zimmer abspielte, sei weiterhin unklar. Die Leichen eines 53-jÀhrigen Mannes und einer 33-jÀhrigen Frau hÀtten Hand-in-Hand auf dem Bett gelegen, sagte Feiler.

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In der Wohnung in Wittingen wurden - anders als in Passau - keine ArmbrĂŒste oder Pfeile gefunden, wie Polizeisprecher Thomas Reuter in Gifhorn sagte. "Die möglichen ZusammenhĂ€nge zu den Toten in Passau sind Gegenstand der Ermittlungen." Beamte hatten die Leichen in Wittingen entdeckt, als sie die Lebenspartnerin der 30-JĂ€hrigen ĂŒber deren Tod informieren wollten.

Eine Obduktion aller fĂŒnf Leichen soll weitere Erkenntnisse zu den TodesumstĂ€nden liefern. Die Ergebnisse zu den Toten aus Passau sollten am Dienstag vorliegen.

Der 53-JÀhrige und die 33-JÀhrige waren dem Oberstaatsanwalt zufolge in einer Gemeinde im Westerwald in Rheinland-Pfalz gemeldet, die 30-JÀhrige in Wittingen. Laut Polizei war noch unklar, in welchem VerhÀltnis sie zueinander standen.

Nach Angaben eines Sprechers des Deutschen SchĂŒtzenbundes (DSB) in Wiesbaden können ArmbrĂŒste ab dem 18. Lebensjahr frei erworben werden. Laut DSB sind in mehr als 14.200 Vereinen rund 1,35 Millionen SchĂŒtzen organisiert. Dem Sprecher nach betreiben etwa 3000 Mitglieder Armbrustschießen.

Dem Waffengesetz nach fĂ€llt die Armbrust unter die "Schusswaffen gleichgestellten GegenstĂ€nde", teilte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums in MĂŒnchen am Montag mit. "Erwerb und Besitz sowie FĂŒhren von ArmbrĂŒsten sind nach dem Waffengesetz erlaubnisfrei."

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