Sie sind hier: Home > Panorama >

An der Mittelmeerküste - Herbstunwetter in Spanien: Zahl der Toten steigt auf sechs

An der Mittelmeerküste  

Herbstunwetter in Spanien: Zahl der Toten steigt auf sechs

14.09.2019, 18:39 Uhr | dpa

An der Mittelmeerküste - Herbstunwetter in Spanien: Zahl der Toten steigt auf sechs. Ein Hund muss nach heftigen Regenfällen über eine überflutete Straße durch den Ort El Raal im Murcia getragen werden.

Ein Hund muss nach heftigen Regenfällen über eine überflutete Straße durch den Ort El Raal im Murcia getragen werden. Foto: Alfonso Duran/AP. (Quelle: dpa)

Madrid (dpa) - Die Mittelmeerküste Spaniens ist von den schwersten Herbstunwettern der vergangenen drei Jahrzehnte getroffen worden. Die Zahl der Todesopfer stieg auf sechs an, Politiker bezeichneten die Sachschäden als gewaltig.

Ministerpräsident Pedro Sánchez überflog am Samstag im Hubschrauber die am stärksten betroffenen Gebiete im Osten und Südosten des Landes. Der Sozialist besuchte Rathäuser und spendete Menschen auf der Straße Trost. "Wir werden hier bei euch sein", versicherte er einem älteren Mann in Orihuela in der ostspanischen Provinz Alicante. Auf Twitter schrieb der 47-Jährige, man werde "alle Mittel und alle Hilfe einsetzen, um der Bevölkerung beizustehen und die Normalität wieder herzustellen".

Die Unwetter hatten am Mittwochabend begonnen. An einigen Orten fielen nach jüngsten Angaben von Meteorologen innerhalb von nur 15 Stunden mehr als 600 Liter Regen pro Quadratmeter. Ähnlich schwere Herbst-Unwetter habe es in der Region zuletzt 1987 gegeben, hieß es.

Am heftigsten betroffen von den Unwettern waren die Provinzen Murcia, Alicante und Valencia im Osten sowie die andalusischen Provinzen Almería, Málaga und Granada im Südosten des Landes. Dort mussten bis Samstag insgesamt knapp 4000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Flüsse traten über die Ufer. Es gab unzählige Überschwemmungen und auch Erdrutsche, zahlreiche Ortschaften waren lange Zeit von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Flughäfen in Almería und Murcia wurden zeitweilig geschlossen, der Zugverkehr wurde unterbrochen, einige Landstraßen waren noch am Samstag gesperrt. In der autonomen Region Valencia fiel am Donnerstag für rund 700.000 Schüler der Unterricht aus. In Cabo de Gata in Almería musste ein Campingplatz geräumt werden. Die rund 60 Camper stammten aus verschiedenen Ländern, hieß es.

Die Leiche des sechsten Todesopfers, eines 41 Jahre alten Mannes, sei am Samstag in einem ländlichen Gebiet der Gemeinde Orihuela gefunden worden, teilten die Behörden mit. Einsatzkräfte des Militärs und der Polizei hätten im überschwemmten Gebiet auch das Motorrad geborgen, mit dem der Mann unterwegs gewesen sei.

Am Samstagnachmittag schien an der spanischen Mittelmeerküste bei Temperaturen um die 25 Grad bereits fast überall wieder die Sonne. Das in der spanischen Mittelmeerregion in den Monaten September und Oktober sehr häufige Phänomen "Gota fría" zog abgeschwächt ins Landesinnere der iberischen Halbinsel. Der "kalte Tropfen" basiert auf den stark schwankenden Temperaturen von Meer und Luft und entsteht, wenn die ersten atlantischen Tiefausläufer mit feuchtkalter Luft sich über das warme Mittelmeer schieben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal