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Sturmtief "Mortimer" bremst Bahnreisende aus – Baum tötet Autofahrer


Sturmbilanz
"Mortimer" bremst Bahnreisende aus – Baum tötet Autofahrer

Von dpa
Aktualisiert am 30.09.2019Lesedauer: 2 Min.
Reisende warten im Hauptbahnhof Hamburg auf einen Zug: Die Deutsche Bahn stellte Teile des Fernverkehrs im Norden wegen des Sturmtiefs "Mortimer" ein.Vergrößern des BildesReisende warten im Hauptbahnhof Hamburg auf einen Zug: Die Deutsche Bahn stellte Teile des Fernverkehrs im Norden wegen des Sturmtiefs "Mortimer" ein. (Quelle: Bodo Marks/dpa-bilder)
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In weiten Teilen des Landes haben Bahnreisende am Montag Geduld gebraucht, "Mortimer" hat vor allem den Fernverkehr getroffen. Einen Autofahrer in Sachsen-Anhalt kostete der Sturm das Leben.

Starker Wind und viel Regen: Herbststurm "Mortimer" hat vielerorts in Deutschland Probleme verursacht und vor allem den Fernverkehr der Bahn empfindlich getroffen. Einige Strecken waren zeitweise gesperrt, Reisende mussten Geduld aufbringen. Ein Autofahrer wurde bei Wittenberg (Sachsen-Anhalt) von einem umstürzenden Baum erschlagen. Im Laufe des Montags normalisierte sich die Lage.

Der Autofahrer war am Montagmorgen auf einer Landstraße unterwegs. "Aufgrund von Sturmböen stürzte ein Baum auf das Auto", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau. Der 41-Jährige wurde im Wagen eingeklemmt, er starb an der Unfallstelle.

Fernverkehr in Norddeutschland weitgehend eingestellt

Die Deutsche Bahn hatte ihren Fernverkehr in Norddeutschland wegen "Mortimer" am Montagmorgen weitgehend eingestellt. Auch in Bayern und Baden-Württemberg war der Bahnverkehr beeinträchtigt. Wegen eines umgestürzten Baums wurden am Vormittag die Strecke Nürnberg-Augsburg gesperrt und die Züge des Fernverkehrs umgeleitet, wie ein Bahnsprecher sagte. Die Verbindung war nach Beseitigung des Hindernisses am Nachmittag wieder frei. Auch andere Sperrungen wurden bald wieder aufgehoben – etwa die Verbindungen Berlin-Hannover und Berlin-Hamburg.

Die Feuerwehr in Dortmund rettete Hunderte Schafe, deren Weide sich in einen See verwandelt hatte. Die Tiere drohten wegen des vielen Regens zu ertrinken. Ihre Weide stand bis zu zwei Meter hoch im Wasser, wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur schilderte. "Die Rettung von 230 Tieren gestaltete sich besonders herausfordernd, da die Wolle der Schafe mit Wasser vollgesogen war", erklärte die Feuerwehr. Man habe manche Schafe mit dem Schlauchboot in Sicherheit bringen müssen. Um weitere 100 Tiere zu retten, die auf einer Art Insel Zuflucht gesucht hatten, errichtete die Feuerwehr eine provisorische Brücke. 20 Tiere ertranken – darunter wohl auch Lämmer.

Geflutete Straßen in und um Hamburg

In und um Hamburg mussten Autofahrer Geduld haben. "Teilweise standen die Straßen unter Wasser, und viele Verkehrsteilnehmer sind wegen der schlechten Sichtverhältnisse recht vorsichtig gefahren", sagte ein Sprecher der Verkehrsleitstelle in Hamburg. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern räumte die Feuerwehr auf mehreren Bundesstraßen Bäume und Äste von der Straße.

Wegen des Sturmtiefs waren am Montag in Sachsen zeitweise Tausende Haushalte ohne Strom. Weil Bäume auf Stromleitungen fielen, waren 5.600 Haushalte in Markranstädt im Landkreis Leipzig ab 7 Uhr von der Versorgung abgeschnitten.

Windgeschwindigkeiten bis 145 km/h auf dem Brocken

Die Verwaltung des Nationalparks Harz warnte wegen des Sturmtiefs vor einem Betreten der Wälder in dem Mittelgebirge. Es könnten jederzeit Bäume umstürzen, wie Sprecher Friedhart Knolle sagte. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig wurden am frühen Montagmorgen Windgeschwindigkeiten von knapp 145 Kilometern pro Stunde auf dem höchsten Berg des Mittelgebirges, dem Brocken, gemessen.


Herbststurm "Mortimer" verursachte auch in Tschechien Schäden und behinderte den Verkehr. Etwa 30.000 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom, weil Leitungen beschädigt wurden. Mehrere Bahnstrecken wurden gesperrt. In der slowakischen Stadt Nitra wurde ein Schüler von einem umgestürzten Baum erschlagen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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