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Lufthansa-Töchter: Ufo-Warnstreiks bescheren Lufthansa rund hundert Ausfälle

Lufthansa-Töchter betroffen  

Ufo-Warnstreiks bescheren Lufthansa rund hundert Ausfälle

21.10.2019, 15:31 Uhr | dpa , AFP

 (Quelle: Reuters)
Streik der Lufthansa-Töchter: Auswirkungen halten sich in Grenzen

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation hatte zuletzt angekündigt, ihren Warnstreik bei den Lufthansa-Töchtern bis Sonntag 24 Uhr auszuweiten. (Quelle: Reuters)

Streik der Flugbegleiter ausgedehnt: Das bedeutet der Ausstand für die Flugpassagiere. (Quelle: Reuters)


Der Lufthansa ist es am Sonntag nicht gelungen, die Warnstreiks ihrer Flugbegleiter ins Leere laufen zu lassen. Das Unternehmen kündigte an, noch heute eine Bilanz zu ziehen. Die Machtprobe im Konzern geht weiter.

Nach dem Warnstreik der Flugbegleiter werten der Lufthansa-Konzern und die Gewerkschaft Ufo an diesem Montag das Geschehen aus. Laut den Flugplänen der Flughäfen waren am Sonntag in Deutschland rund hundert Starts von Lufthansa-Töchtern abgesagt worden. Der Konzern hat für diesen Montag angekündigt, eine Bilanz zu ziehen. Mehrere Tausend Passagiere dürften betroffen gewesen sein.

Auch die Gewerkschaft Ufo will mit ihren Tarifkommissionen besprechen, wie es weitergeht. Sie befindet sich bei der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie bei den deutschen Töchtern Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress in einem Arbeitskampf und hat eine Urabstimmung über unbefristete Streiks eingeleitet. Diese sollen zum 1. November abgeschlossen werden.

Für jede einzelne Gesellschaft hat Ufo eigene Tarifforderungen aufgestellt. Von den vorübergehenden Arbeitsniederlegungen sind ausschließlich Flugbetriebe mit deutschem Tarifrecht betroffen. Der Lufthansa-Konzern erfüllt die Forderungen teilweise bereits freiwillig. So zahlt die Lufthansa-Kerngesellschaft bereits 2,0 Prozent mehr Gehalt, obwohl Ufo im aktuellen Arbeitskampf nur 1,8 Prozent gefordert hat.

Lufthansa stellt sich weiter quer

Zum Abschluss förmlicher Tarifverträge mit der Ufo ist Lufthansa aber weiterhin nicht bereit. Sie erkennt den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft vor Gericht die Fähigkeit absprechen lassen, Tarifverträge rechtsgültig abzuschließen. Im Hintergrund schickt sich die Konkurrenzgewerkschaft Verdi an, neue Tarifverträge für das Kabinenpersonal abzuschließen.


Hinter dem Arbeitskampf steht ein tiefes Zerwürfnis zwischen Ufo und dem Lufthansa-Konzern. Der langjährige Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies wurde sogar aus dem Lufthansa-Dienst entlassen. Die Ufo-Streiks bewertet Lufthansa in dieser Logik als rechtswidrig und hat Teilnehmern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP

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