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Rund um Sydney - Verheerende Buschfeuer in Australien: Notstand ausgerufen

Rund um Sydney  

Verheerende Buschfeuer in Australien: Notstand ausgerufen

11.11.2019, 17:56 Uhr | dpa

Rund um Sydney - Verheerende Buschfeuer in Australien: Notstand ausgerufen. Die Überreste eines durch einen Buschbrand zerstörten Hauses im Bundesstaat New South Wales.

Die Überreste eines durch einen Buschbrand zerstörten Hauses im Bundesstaat New South Wales. Foto: Dan Peled/AAP/dpa. (Quelle: dpa)

Sydney (dpa) - Wegen der seit Tagen wütenden Buschbrände in Australien hat der Bundesstaat New South Wales für diese Woche den Notstand ausgerufen.

"Durch die katastrophalen Wetterbedingungen können sich die Dinge sehr schnell verändern", sagte Gladys Berejiklian, die Regierungschefin des bevölkerungsreichsten Bundesstaates. "Halten Sie sich um Gottes Willen vom Buschland fern", warnte sie die Menschen in der Region. Insbesondere am Dienstag solle es sehr heiß werden, zudem rechne man mit heftigen Winden. Eine Notstandserklärung ermöglicht es der Feuerwehr, alle staatlichen Ressourcen zu mobilisieren und Evakuierungen zu organisieren.

Bei Dutzenden Buschbränden im Osten des Landes sind seit vergangener Woche mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 weitere wurden verletzt, darunter 20 Feuerwehrleute. Mehr als 150 Häuser und Wohnungen wurden von den Flammen beschädigt. Bisher ist den Behörden zufolge eine Fläche von knapp einer Million Hektar Land betroffen, also 10.000 Quadratkilometern, was etwa der Hälfte Hessens entspricht. Zuletzt war in New South Wales 2013 der Notstand ausgerufen worden, als heftige Buschfeuer im Gebirge Blue Mountains westlich von Sydney wüteten.

Nach Angaben der Feuerwehr sind 40 der 60 Brände in der Region derzeit außer Kontrolle. Für die Anwohner der Brandgebiete könne dies "die gefährlichste Buschfeuerwoche sein, die dieses Land je gesehen hat", sagte der Minister für die Rettungsdienste in New South Wales, David Elliott, am Montag. Auch der Großraum Sydney, das Weinanbaugebiet Hunter Valley rund 250 Kilometer nördlich und die Region Illawarra-Shoalhaven 200 Kilometer südlich der Metropole sind in Gefahr.

Neben Menschen bedrohen die Feuer auch die australische Tierwelt: Etwa 350 Koalas könnten den Bränden bisher zum Opfer gefallen sein, sagte die Präsidentin des Koala-Krankenhauses Port Macquarie, Sue Ashton, dem Nachrichtensender CNN. "Es ist absolut grauenvoll", sagte Ashton dem Sender. Nach Angaben des WWF leben knapp 20.000 Koalas in New South Wales.

Im Sydneybecken, der am dichtesten besiedelten Gegend Australiens, sind Experten zufolge mehr als 100.000 Häuser und Wohnungen von den herannahenden Flammen bedroht, wie der "Syney Morning Herald" berichtete. Mindestens 40 Schulen im Bundesstaat New South Wales wurden bereits geschlossen, Hunderte weitere sollen Medienberichten zufolge am Dienstag folgen.

Im benachbarten Bundesstaat Queensland fielen seit vergangener Woche mindestens vier Häuser und Wohnungen den Flammen zum Opfer. Am Montag wurden von der Feuerwehr 47 Brände gezählt. In einigen Teilen des Bundesstaates wurde ebenfalls der Notstand ausgerufen. Auch hier soll die Feuergefahr am Dienstag besonders hoch sein.

Der stellvertretende australische Premierminister Michael McCormack kritisierte unterdessen Grüne und Umweltaktivisten, die angesichts der Buschfeuer Besorgnis über den Klimawandel geäußert hatten. "Wir haben in Australien schon immer Brände gehabt. Was die Menschen jetzt brauchen, ist ein bisschen Mitgefühl, Verständnis und echte Unterstützung - sie brauchen Hilfe, sie brauchen Unterkünfte", sagte der Politiker der konservativen National Party dem Sender ABC.

Bei der bisher wohl größten Brandkatastrophe in Australien kamen 2009, vor zehn Jahren, im südöstlichen Bundesstaat Victoria 173 Menschen ums Leben. Damals waren Tausende Häuser und Wohnungen von um sich greifenden Buschbränden zerstört worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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