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Gezieltes Manöver von Venezuela: Deutsches Kreuzfahrtschiff gerammt

Gezieltes Manöver von Venezuela  

Patrouillenboot rammt deutsches Kreuzfahrtschiff und sinkt

Von Anna-Lena Janzen

03.04.2020, 06:24 Uhr
Gezieltes Manöver von Venezuela: Deutsches Kreuzfahrtschiff gerammt. Die "RCGS Resolute" in Chile (Archivbild): Der Kreuzer kollidierte mit einem venezolanischen Marineschiff.  (Quelle: imago images)

Die "RCGS Resolute" in Chile (Archivbild): Der Kreuzer kollidierte mit einem venezolanischen Marineschiff. (Quelle: imago images)

Ein Boot der venezolanischen Marine ist gesunken, nachdem es ein deutsches Kreuzfahrtschiff beschossen und gerammt haben soll. Das Ziel: Das Passagierschiff sollte offenbar von seinem Kurs abgebracht werden.

Absurdes Manöver: Ein Patrouillenboot der venezolanischen Marine soll ein deutsches Kreuzfahrtschiff in internationalen Gewässern angeschossen und offenbar gezielt gerammt haben. Das venezolanische Boot "Naiguata" sei daraufhin jedoch gesunken. Das teilte die in Hamburg ansässige Betreibergesellschaft der  "RCGS Resolute" in einer Mitteilung mit.

Demnach befand sich das Passagierschiff, das derzeit unter portugiesischer Flagge operiert, in der Karibik vor der venezolanischen Insel La Tortuga. Der Mitteilung von Columbia Cruise Services zufolge ereignete sich der Vorfall am 30. März. 

Die "RCGS Resolute", die bekannt für ihren verstärkten Rumpf für Fahrten durch Eisgewässer in der Antarktis ist, trug demnach nur wenige Schäden davon. Das Kreuzfahrtschiff habe zu dem Zeitpunkt 32 Mitarbeiter aber keine Passagiere an Bord gehabt. Es sei vor der Insel unterwegs gewesen, um auf seiner Leerlaufreise zu seinem Ziel in Curaçao routinemäßige Motorwartungen durchzuführen, heißt es weiter in der Mitteilung.

Die Crew der "Resolute" habe nach dem Vorfall das internationale Rettungskoordinierungszentrum MRCC angefunkt. Die venezolanische Marine habe später aber mitgeteilt, die Mannschaft von der sinkenden "Naiguata" gerettet zu haben.

Maduro-Regierung spricht von "Piraterie"

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro sprach nach dem Vorfall von "einem Akt des Terrorismus und der Piraterie" und beraumte eine Untersuchung an. "Wenn es ein Touristenschiff gewesen wäre, hätte es nicht den Anschein gemacht, angreifen zu wollen", wird Maduro zudem in südamerikanischen Medien zitiert.

In einer Mitteilung der venezolanischen Regierung war von einer Kollision mit einem "illegalen portugiesischem Schiff" die Rede. "Die venezolanischen Staatsbehörden schließen nicht aus, dass es sich um ein Schiff handelt, das Söldner transportierte, um Militärstützpunkte in Venezuela anzugreifen."

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