Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextRussischer Oberst überrascht mit KritikSymbolbild für einen TextKind in Brandenburger See ertrunkenSymbolbild für einen TextEx-Basketball-Kapitän Okulaja ist totSymbolbild für einen TextBauer ist ältester Mann der WeltSymbolbild für einen Watson Teaser"Maischberger": Jauch verweigerte UnterschriftSymbolbild für einen TextBericht: Flugzeugabsturz war kein UnfallSymbolbild für einen TextRussische Panzer fahren in MinenfalleSymbolbild für einen TextVolksmusikstar spricht über SchlaganfallSymbolbild für ein VideoSchlammlawine reißt Zug aus den Gleisen Symbolbild für einen TextPSG-Star boykottiert Regenbogen-TrikotSymbolbild für einen TextCover mit Kim Kardashian heftig kritisiert

Wegen Corona: Tierpark erarbeitet Notschlachtungspläne

Von dpa
Aktualisiert am 15.04.2020Lesedauer: 2 Min.
Vitus, einer von Deutschlands größten Eisbären, lebt in Neumünster.
Vitus, einer von Deutschlands größten Eisbären, lebt in Neumünster. (Quelle: Carsten Rehder/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Neumünster (dpa) - Der Tierpark im schleswig-holsteinischen Neumünster hat wegen der Corona-Krise Notpläne für das Schlachten von Tieren erarbeitet.

Man sei in einer existenzbedrohenden Krise und habe aktuell Gelder, die den Park ungefähr bis Mitte Mai bringen würden, sagt Zoodirektorin Verena Kaspari. Mit dem zusätzlichen Fleisch aus den Schlachtungen könnten die Raubtiere gefüttert werden. Ähnliche Pläne scheint es bislang in anderen Zoos nicht zu geben.

Dass es allerdings in Neumünster tatsächlich soweit kommt, ist eher unwahrscheinlich. Andere Tierparks hätten versprochen, dem Zoo Fisch und Fleisch zukommen zu lassen, "wenn hier der allerschlimmste Fall eintreten würde", sagt die Parkchefin. Und Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) erklärte: "Zu Notschlachtungen in Tierparks darf es in der Corona-Krise nicht kommen." Voraussichtlich ab Anfang nächster Woche könnten Förderanträge gestellt werden.

Auch bislang wird im Tierpark schon geschlachtet. "Wir haben fleischfressende Tiere, das ist also nichts Neues", so Zoodirektorin Kaspari. Im schlimmsten Fall "müsste man halt überlegen, ob man noch mehr Tiere in die Schlachtung bringt, um die Raubtiere überleben zu lassen".

Natürlich könne man vorher auch versuchen, Tiere an andere Betriebe abzugeben. Das sei aber nicht immer so einfach: Zum Beispiel Vitus, der Eisbär. Er zählt mit seinem Gewicht von ungefähr 700 Kilogramm zu den Größten seiner Art in Deutschland. "Wenn es hier ganz hart auf hart kommt, und der Tierpark aufgelöst werden müsste, kann ich den nicht einfach in eine Kiste stecken und woandershin transportieren", sagt die Zoochefin. Für das große Raubtier brauche man eine geeignete Anlage.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Absturz von Boeing in China mit 132 Toten war wohl kein Unfall
China, Region Guangxi: Bei den Bergungsarbeiten suchen Einsatzkräfte weiterhin nach dem Daten-Flugschreiber, der Aufschluss über die Unglücksursache geben soll.


Andere Zoos äußerten sich bislang ablehnend zu solchen Schlachtungen. "Für Berlin kommt das nicht in Betracht - das Töten von Tieren aus finanziellen Gründen wäre das Letzte, was uns einfällt", erklärte der Berliner Zoodirektor Andreas Knieriem. Der Hamburger Tierpark Hagenbeck schloss das Vorgehen ebenfalls aus.

Auch der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) kennt nach eigener Aussage keine vergleichbaren Pläne. "Das ist nicht das Thema, was wir derzeit haben", sagt Pressesprecher Sebastian Scholze. Allerdings sei die Lage in den Zoos durchaus relativ besorgniserregend. Man habe seit vier Wochen geschlossen und gleichbleibend hohe Kosten bei keinerlei Einnahmen. "Und Homeoffice mit Elefant geht halt auch nicht", sagt Scholze.

Eine Diskussion über Notschlachtungen führt aus Sicht des Verbandes aber an den eigentlichen Geldproblemen vorbei. Denn die großen Ausgaben eines Zoos seien nicht das Futter, sondern die Personalkosten.

Derzeit gingen zwar viele Spenden für die Zoos ein, über die man "sehr sehr dankbar" sei. Aber: "Es ist schwierig, damit über die Runden zu kommen", sagt Scholze. Deshalb hat der Verband bereits Ende März für seine 56 Mitgliedszoos ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro erbeten. Derzeit versuche man, unter einen Rettungsschirm zu kommen. Auch der Zoo in Neumünster ist Mitglied beim Verband.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
DeutschlandNeumünster
Justiz & Kriminalität




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website