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Tropensturm "Eta" erreicht Kubas S├╝dk├╝ste

Von dpa
Aktualisiert am 08.11.2020Lesedauer: 2 Min.
Menschen werden aus einer ├╝berschwemmten Zone evakuiert.
Menschen werden aus einer ├╝berschwemmten Zone evakuiert. (Quelle: Stringer/dpa./dpa)
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Havanna (dpa) - Nach schweren Unwettern in Mittelamerika und Mexiko mit Dutzenden Toten und Vermissten hat "Eta" die kubanische S├╝dk├╝ste erreicht.

Der Tropensturm traf am fr├╝hen Sonntagmorgen (Ortszeit) nahe Punta Colorados in der zentralen Provinz Sancti Sp├şritus auf Land, wie die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina berichtete. Damit verbunden war heftiger Regen. Das US-Hurrikanzentrum warnte, dass "Eta" gef├Ąhrlich sei. Es w├╝rden eine Sturmflut, Sturzfluten und starke Winde ├╝ber Teilen von Kuba, Florida und den Florida Keys erwartet.

Der Zivilschutz Kubas hatte bereits ab Samstagmittag die Alarmphase f├╝r westliche und zentrale Provinzen ausgerufen, f├╝r andere Provinzen die Warnphase. Wie zuvor in Mittelamerika und Mexiko bereitete der heftige Regen, den "Eta" mit sich brachte, auf der Karibikinsel Sorgen. Die Niederschl├Ąge d├╝rften vielerorts weiter zunehmen, viele B├Âden waren bereits durchn├Ąsst und konnten kaum weiteres Wasser aufnehmen, die Gefahr von Erdrutschen nahm zu. Der Zivilschutz warnte vor ├ťberschwemmungen.

"Eta" war am Dienstag als Hurrikan auf die K├╝ste Nicaraguas getroffen. Sp├Ąter schw├Ąchte sich "Eta" zu einem Tropensturm ab. Allerdings verursachten heftige Regenf├Ąlle in den vergangenen Tagen vielerorts Erdrutsche und ├ťberschwemmungen, nach Sch├Ątzungen kamen in Mittelamerika und Mexiko in der Folge mehr als 200 Menschen ums Leben.

Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas starben mindestens 20 Menschen, 900 H├Ąuser wurden besch├Ądigt. Im besonders getroffenen Guatemala wurde ein Dorf im Zentrum des Landes von einem Erdrutsch erfasst, Pr├Ąsident Alejandro Giammattei rechnete am Freitag insgesamt mit "mehr oder weniger 150 Toten". Die Suche nach den Toten beginnt erst. Rettungskr├Ąfte fanden in dem Dorf Quej├í, einem Teil der Ortschaft San Crist├│bal Verapaz, drei Opfer, die versch├╝ttet worden waren, schrieb die Nationale Koordinationsstelle f├╝r Katastrophenvorsorge in Guatemala (Conred) auf Twitter am Samstag.

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Nach Angaben der Conred kamen in Guatemala mindestens 27 Menschen ums Leben, 103 wurden vermisst, fast 200.000 sind von ├ťberschwemmungen und Erdrutschen betroffen. In Honduras kamen mindestens 20 Menschen, in Panama f├╝nf sowie in Costa Rica und Nicaragua jeweils zwei Menschen ums Leben.

Viele Betroffene haben weder Trinkwasser noch Essen und warteten darauf, gerettet zu werden. Auf Videos des guatemaltekischen Milit├Ąrs waren dramatische Rettungsszenen von Familien auf Hausd├Ąchern zu sehen. In Honduras holten Soldaten und Polizisten die Menschen mit Schnellbooten und Helikoptern aus den besonders gef├Ąhrdeten Gebieten, die Luftwaffe brachte Lebensmittelpakete.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hilft seinen Schwestergesellschaften in Honduras und Guatemala. "Im Fokus steht jetzt die Rettung, die medizinische Versorgung und sichere Unterbringung der Menschen", sagte DRK-Generalsekret├Ąr Christian Reuter. Allerdings konnten Rettungskr├Ąfte offenbar nicht allen Opfern des Unwetters z├╝gig helfen. Die Kommunikation und die Zug├Ąnge zu den betroffenen, oftmals abgelegenen Gebieten w├╝rden durch die Zerst├Ârungen erschwert, sagte Reuter.

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