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Corona in Deutschland: Diese Bundesländer impfen am schnellsten

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Corona-Impfungen: Diese Bundesländer impfen am schnellsten

13.01.2021, 17:45 Uhr
In der Hauptstadt ist aktuell nur ein Impfzentrum aktiv

Der Kampf gegen das Coronavirus geht weiter, und mit ihm die landesweiten Impfungen. In der Hauptstadt ist aktuell nur ein Impfzentrum aktiv, für mehr ist noch nicht ausreichend Impfstoff vorhanden. (Quelle: Reuters)

Berlin: Wieso der Impfstoff in der Hauptstadt bisher nur für einige Hunderte reicht und welches Bundesland viel besser da steht. (Quelle: Reuters)


Deutschland impft sich gegen das Coronavirus. In einigen Bundesländern haben schon mehr als ein Prozent der Einwohner die erste von zwei Spritzen erhalten. Doch ausgerechnet die am stärksten betroffenen Gebiete fallen in der Statistik zurück.

Mehr als 750.000 Menschen haben in Deutschland bereits die erste Spritze mit dem Impfstoff gegen das Coronavirus erhalten. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die das Robert Koch-Institut (RKI) täglich auf seiner Webseite veröffentlicht. Die Daten werden direkt von den Impfzentren und durch die mobilen Impfteams erhoben und über eine gesicherte Verbindung an das RKI übermittelt. 

Demnach wurden seit Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 insgesamt 758.093 Impfdosen verabreicht, das sind 69.178 mehr als am Vortag. Die meisten Impfungen fanden erneut in Bayern und Nordrhein-Westfalen statt. Das sind auch die beiden bevölkerungsreichsten Bundesländer. Die Impfstofflieferungen werden entsprechend der Einwohnerzahl unter den Ländern verteilt. 

Bislang ist der Anteil der geimpften Personen an der Gesamtbevölkerung noch verschwindend gering, bundesweit liegt er derzeit bei 0,91 Prozent, daher werden hier zunächst die absoluten Zahlen aufgeführt. Fahren Sie mit der Maus über die einzelnen Bundesländer, um die von t-online berechnete Impfquote angezeigt zu bekommen. 

Gemessen an der Bevölkerungszahl verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern den größten Impf-Fortschritt: Hier haben 1,8 Prozent der Einwohner die erste von zwei notwendigen Injektionen erhalten. An zweiter Stelle steht Schleswig-Holstein 1,5 Prozent Impfquote. Das Schlusslicht bilden aktuell Nordrhein-Westfalen (0,72 %), Baden-Württemberg (0,69 %) und Thüringen (0,61 %). 

Experten gehen davon aus, dass die Pandemie zum Erliegen kommt, wenn zwei Drittel der Bevölkerung gegen das Coronavirus immun sind.

Mobile Teams impfen in den Pflegeheimen

Bei 285.023 der bereits geimpften Personen handelt es sich der Statistik zufolge um Pflegeheimbewohner. Darüber hinaus wurden bundesweit 366.029 Impfdosen an Personen verabreicht, die aus beruflichen Gründen zur ersten Impfgruppe gehören – etwa Pflegepersonal und Ärzte. Damit sind die Betreffenden aber nach derzeitigem Kenntnisstand noch nicht ausreichend immunisiert. Die bislang erprobten Impfstoffe entfalten ihre nachgewiesene Wirkung erst nach der zweiten Injektion. 

Das RKI veröffentlicht die Zahlen aufgeschlüsselt nach der Indikation, also der persönlichen Eigenschaft, aufgrund derer die Impfung durchgeführt wurde. Laut der Impfverordnung sollen zuerst Risikopatienten den Impfstoff erhalten – also insbesondere Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen – sowie bestimmte Berufsgruppen wie Pflege- und Rettungskräfte. Die Impfung ist für alle freiwillig. 

Darum werden die Alten zuerst geimpft

Bei Menschen hohen Alters ist das Sterberisiko durch Covid-19 am größten. Gleichzeitig haben Deutsche, die das 80. Lebensjahr erreichen, eine durchschnittliche weitere Lebenserwartung von 8 bis 9 Jahren. Jüngere hingegen leiden seltener an einem schweren Covid-19-Verlauf und haben gute Überlebenschancen. Daher setzt die Impfreihenfolge auch bei den Über-80-Jährigen an: Hier ist der erwartete Effekt durch die Impfung am größten. Es können nicht nur die meisten Menschenleben, sondern auch Lebensjahre gerettet werden. 

Zählt man noch die Pflegekräfte und die Beschäftigten auf den Intensivstationen, in Notaufnahmen, Rettungsdiensten und Impfzentren dazu, geht man von insgesamt 8,6 Millionen Personen in der ersten Gruppe aus, die zuerst geimpft werden sollen. Einige davon werden dies jedoch ablehnen. 

Schneller impfen geht vorerst nicht

Ohnehin reicht der bis Ende Januar verfügbare Impfstoff bei weitem noch nicht aus, um alle Berechtigten zu versorgen. Jeder Impfling braucht zwei Dosen des Vakzins, die mit einem Abstand von mehreren Wochen verabreicht werden.

Von Biontech/Pfizer können bis zum Ende des ersten Quartals 2021, also bis zum Frühjahr, voraussichtlich elf bis 13 Millionen Impfdosen bereitgestellt werden. Seit dem 11. Januar wird auch das Moderna-Vakzin verimpft. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet dadurch mit zwei Millionen zusätzlichen Dosen bis Ende März. Mit der Zulassung weiterer Vakzin-Hersteller oder zusätzlichen Lieferungen könnte das Impftempo noch deutlicher erhöht werden, als es nach derzeitigem Stand aussieht. 

Diese Menschen sind ab dem Frühjahr dran

Die zweite Impfgruppe, die voraussichtlich im Frühjahr dran ist, umfasst Menschen ab 70 Jahren und Personen, die aus anderen medizinischen Gründen zur Risikogruppe gezählt werden. Das sind beispielsweise Demenzkranke, Menschen mit Trisomie 21, Menschen mit geistiger Behinderung und Transplantationspatienten. Auch pflegende Angehörige der Betroffenen können sich impfen lassen. Außerdem sollen Bewohner in Asyl- und Obdachlosenheimen und Polizei- und Ordnungskräfte das Vakzin erhalten, da sie durch ihre Lebens- und Arbeitssituation einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. 

Zur dritten Gruppe zählen Personen ab 60 Jahren, Übergewichtige ab 30 Jahren und Patienten mit chronischen Leiden wie Krebs, Asthma, Diabetes, Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder einem chronisch geschwächten Immunsystem. Die Beschäftigten in essenziellen Berufen wie Erzieher, Lehrer oder Verkäufer gehören auch in diese dritte Impfgruppe. 

Es liegen allerdings keine Informationen vor, wie viele Personen den einzelnen Betroffenengruppen insgesamt angehören. Insofern können zum eigentlichen Fortschritt der mehrstufigen Impfkampagne noch keine genauen Angaben gemacht werden – oder ab wann jeweils die nächste Stufe im Verfahren eingeläutet wird. 

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