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Bulgarien: Mindestens 46 Tote bei Busunglück – auch Kinder unter Opfern

Nahe der bulgarischen Hauptstadt  

"Riesige Tragödie": 46 Tote bei Busunglück

23.11.2021, 09:19 Uhr | dpa

Dutzende Tote bei Busunglück in Bulgarien

In Bulgarien hat es in der Nacht ein schweres Unglück mit einem Bus gegeben. Das Fahrzeug habe Feuer gefangen, so die Behörden. Viele Menschen starben. (Quelle: Reuters)

Dutzende Tote, darunter viele Kinder: Das Entsetzen an der Unfallstelle war am Morgen groß. (Quelle: Reuters)


Tragischer Vorfall in Bulgarien: Bei einem Busunfall sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sollen auch mehrere Kinder sein. 

Bei einem schweren Busunglück in Bulgarien sind in der Nacht zum Dienstag Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die amtliche Nachrichtenagentur BTA berichtete unter Berufung auf das Innenministerium, es gebe mindestens 46 Tote, darunter mehrere Kinder. Einige Verletzte seien in ein Krankenhaus nach Sofia gebracht worden, keiner davon schwebe in Lebensgefahr. Insgesamt hätten sich etwa 50 Passagiere und zwei Fahrer in dem Bus befunden, berichtete das Staatsradio unter Verweis auf die Polizei.

Der Unfall ereignete sich auf der Struma-Autobahn etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia. Laut BTA hatte der Bus kurz nach zwei Uhr morgens (ein Uhr MEZ) aus noch ungeklärten Gründen eine Leitplanke gerammt und sich dann überschlagen. Es habe so wenige Überlebende gegeben, weil der Bus in Brand geraten war, hieß es.

Unfallort des Busunglücks: Fast alle Insassen des Busses starben. (Quelle: Reuters/Stoyan Nenov)Unfallort des Busunglücks: Fast alle Insassen des Busses starben. (Quelle: Stoyan Nenov/Reuters)

Mann aus Belgien unter den Opfern

Bei den Reisenden handelte es sich nach Angaben des bulgarischen Vize-Generalstaatsanwalt Borislaw Sarafow um Staatsbürger Nordmazedoniens. Unter den Opfern sei auch ein belgischer Staatsbürger, sagte der Interims-Leiter der nordmazedonischen Botschaft in Sofia, Wladimir Krastewski, dem bulgarischen Staatsradio.

Der Bus war nach Angaben des Innenministeriums in Sofia in Skopje registriert, aus der Türkei nach Bulgarien gekommen und befand sich auf dem Weg nach Nordmazedonien. Der Streckenabschnitt, in dem das Unglück geschah, liegt in einer hügeligen Gegend und ist für häufige Unfälle bekannt, wie der Bürgermeister einer Nachbargemeinde im Staatsradio sagte.

Bulgariens Interims-Regierungschef Stefan Janew begab sich umgehend zum Unglücksort und äußerte sich dort tief betroffen. "Es ist eine riesige Tragödie", sagte Janew, der den Hinterbliebenen der Opfer sein Beileid aussprach. Der geschäftsführende Innenminister Boiko Raschow zeigte sich ebenfalls erschüttert und schilderte eine düstere Szenerie am Unfallort: "So etwas Schreckliches habe ich noch nie gesehen, das ist kaum zu ertragen. Die verbrannten Leichen liegen hier übereinander auf einem Haufen." Viele der Toten müssten noch identifiziert werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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