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Mindestens 31 Tote nach Taifun "Rai"

Von dpa
Aktualisiert am 18.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Bewohner suchen in den zerstörten HÀusern nach Habseligkeiten.
Bewohner suchen in den zerstörten HÀusern nach Habseligkeiten. (Quelle: Jay Labra/AP/dpa./dpa)
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Manila (dpa) - Auf den Philippinen sind beim Durchzug des Taifuns "Rai" nach Angaben des nationalen Katastrophenschutzes mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen.

Allein 16 Tote habe es in der zentralen Provinz Cebu etwa 570 Kilometer sĂŒdlich der Hauptstadt Manila gegeben, hieß es. Zuvor hatten die Behörden bis zu 24 Todesopfer vermutet. Besseres Wetter in den besonders betroffenen Regionen im SĂŒdosten und der Mitte des Inselstaates hatten am Samstag die Rettungsarbeiten und die Übersicht ĂŒber die SchĂ€den erleichtert.

"Rai", der bislang stĂ€rkste Taifun des Jahres auf den Philippinen, war am Donnerstag im SĂŒdosten auf der bei Surfern beliebten Insel Siargao auf Land getroffen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde (km/h) und Böen von bis zu 240 km/h zog er Richtung Westen ĂŒber die geografische Mitte des sĂŒdostasiatischen Landes.

Am Samstagmittag (Ortszeit) verließ er die Philippinen mit Kurs auf das SĂŒdchinesische Meer, wie das Wetteramt mitteilte und auf einer Karte auch bildlich darstellte.

Hunderttausende mĂŒssen sich in Sicherheit bringen

Bei seinem Durchzug legte der Taifun Strom- und Kommunikationsleitungen lahm, isolierte einige Inseln und StĂ€dte und ließ etwa fĂŒnf Millionen Menschen ohne Strom zurĂŒck. Mehr als 300.000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Aus den betroffenen Gebieten gab es Berichte, dass der örtlich als "Odette" bezeichnete Sturm HĂ€user aus leichtem Material dem Erdboden gleichgemacht, DĂ€cher abgerissen und sogar Betonbauten beschĂ€digt habe.

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"Wir haben unsere HĂ€user verloren, WĂ€nde und DĂ€cher wurden von Odette wie Papier abgerissen und weggeblasen", beschrieb Gouverneurin Arlene Bag-ao aus der Inselprovinz Dinagat die Kraft des Taifuns. "Unsere Landschaft erinnert an die Zeit, als Yolanda unsere Provinz heimsuchte, wenn nicht sogar noch schlimmer", fĂŒgte sie hinzu und bezog sich dabei auf den Super-Taifun "Haiyan" von 2013.

Der Inselstaat wird jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht - und "Haiyan" war einer der schlimmsten: Mehr als 6300 Menschen starben damals, mehr als vier Millionen Menschen flohen.

Zur VerwĂŒstung könnte nun ein Mangel an Lebensmitteln und anderen GĂŒtern kommen. Gouverneurin Bag-ao warnte: "Unsere VorrĂ€te an Lebensmitteln und Wasser gehen zur Neige."

StaatsprĂ€sident Rodrigo Duterte verschaffte sich am Samstag bei einem Flug ĂŒber mehrere Provinzen einen Eindruck von den Zerstörungen. Aufnahmen zeigten ĂŒber weite FlĂ€chen reichende SchĂ€den, viele HĂ€user ohne DĂ€cher oder dem Erdboden gleichgemacht, BĂ€ume umgeknickt oder ohne BlĂ€tter sowie TrĂŒmmer ĂŒberall.

Das Wetter hat sich gebessert

Am Samstag waren die Rettungsarbeiten verstĂ€rkt worden. Das Wetter in den besonders betroffenen Regionen im SĂŒden und der Mitte des Inselstaates habe sich gebessert, sagte der Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde, Mark Timbal. Damit könnten die Hilfsmaßnahmen sowie die EinschĂ€tzung der SchĂ€den auf Hochtouren laufen.

Tote gab es neben denen in der Provinz Cebu unter anderem auch in den Provinzen Negros Occidental und Bukidnon sowie auf Siargao. Die meisten der bisher bestĂ€tigten Opfer seien durch umstĂŒrzende BĂ€ume oder TrĂŒmmer eingestĂŒrzter GebĂ€ude ums Leben gekommen, so der Katastrophenschutz. Andere ertranken.

Zahlreiche InlandsflĂŒge waren bereits zuvor gestrichen und der Schiffsverkehr eingestellt worden. Mehrere FlughĂ€fen des Landes sollen schwere SchĂ€den davongetragen haben.

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