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Mehr als 370 Taifun-Opfer auf den Philippinen

Von dpa
Aktualisiert am 20.12.2021Lesedauer: 2 Min.
"Rai" war den Behörden zufolge der bisher stÀrkste Taifun in diesem Jahr auf den Philippinen.
"Rai" war den Behörden zufolge der bisher stÀrkste Taifun in diesem Jahr auf den Philippinen. (Quelle: Jilson Tiu/AP/dpa./dpa)
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Manila (dpa) - Die Zahl der Toten nach dem heftigen Taifun "Rai" auf den Philippinen steigt weiter. Nach neuen Erkenntnissen seien mindestens 375 Menschen ums Leben gekommen, 56 weitere wĂŒrden noch vermisst, teilte die Polizei am Montag mit.

Laut Katastrophenschutz des sĂŒdostasiatischen Inselstaats mussten zudem mehr als 480.000 Menschen in Evakuierungszentren untergebracht werden. Viele sind bis auf Weiteres obdachlos. "Rai" war den Behörden zufolge der bisher stĂ€rkste Taifun in diesem Jahr auf den Philippinen.

"Wir sind immer noch dabei, den Schaden zu bewerten, aber er ist nach ersten Berichten riesig - ganze Gemeinden sind dem Erdboden gleichgemacht, es gibt keinen Strom, kein Wasser und keine Nahrung", sagte Verteidigungsminister Delfin Lorenzana, der auch den Katastrophenschutz leitet.

Erdrutsche und Sturzfluten

170 Tote seien alleine in der zentralen Region Visayas verzeichnet worden, 167 weitere in der sĂŒdlichen Region Caraga, so die Polizei. 24 Menschen seien in Western Visays gestorben, zudem 14 in anderen Regionen. Die meisten Opfer wurden von umstĂŒrzenden BĂ€umen oder einstĂŒrzenden HĂ€usern erschlagen, andere von Erdrutschen begraben oder von Sturzfluten mitgerissen.

"Rai" war am vergangenen Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde auf Land getroffen und hat eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Zahlreiche GebÀude wurden dem Erdboden gleichgemacht, ebenso Felder und Ernten. Der Sturm beschÀdigte auch mehrere FlughÀfen. Einige davon können nach Angaben der Luftfahrtbehörde nur eingeschrÀnkt arbeiten, weil Strom- und Kommunikationsleitungen gestört sind. Am Samstag war der - vor Ort "Odette" genannte - Tropensturm weitergezogen.

Die Philippinen werden jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht. Der bisher schlimmste Taifun "Haiyan" hatte im November 2013 mehr als 6300 Menschen das Leben gekostet.

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