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RKI: Omikron verdrÀngt Delta zunehmend

Von dpa
Aktualisiert am 07.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Am Computermonitor sucht Christian Kohler im Sequenzierlabor fĂŒr Corona-Varianten (CoMV-Gen) in der UniversitĂ€tsmedizin Greifswald nach neuen Varianten und Mutationen des Corona-Virus.
Am Computermonitor sucht Christian Kohler im Sequenzierlabor fĂŒr Corona-Varianten (CoMV-Gen) in der UniversitĂ€tsmedizin Greifswald nach neuen Varianten und Mutationen des Corona-Virus. (Quelle: Jens BĂŒttner/dpa-Zentralbild/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Ältere Geimpfte mit vollstĂ€ndigem Grundschutz gegen Corona haben im Schnitt ein deutlich höheres Hospitalisierungsrisiko als Menschen mit zusĂ€tzlicher Auffrischimpfung. Das zeigen jĂŒngste Daten des Robert Koch-Instituts (RKI).

So lag die Hospitalisierungsinzidenz - die Krankenhauseinweisungen pro Woche und 100.000 Einwohner - bei Geboosterten ab 60 Jahren in Kalenderwoche 51 (bis 26.12.) bei 1,3. Bei Senioren mit vollstĂ€ndigem Grundschutz war der Wert dreimal so hoch. Das weitaus grĂ¶ĂŸte Risiko, wegen Covid-19 ins Krankenhaus zu mĂŒssen, hatten aber Ungeimpfte mit einer Inzidenz von 29,1. FĂŒr Kalenderwoche 51 werden noch Nachmeldungen erwartet.

Grundschutz nimmt ab

Es gibt Anzeichen dafĂŒr, dass insbesondere der Schutz vor Erkrankung bei Menschen mit vollstĂ€ndigem Grundschutz mit der Zeit abnimmt, wie das RKI am Donnerstag in seinem Wochenbericht schrieb. Vor Hospitalisierung oder tödlichem Verlauf sei diese Gruppe aber weiterhin sehr gut geschĂŒtzt. Zudem schreibt das RKI: "In Bezug auf den Schutz vor Hospitalisierung kann durch die Auffrischimpfung eine Steigerung der EffektivitĂ€t bei den ab 60-JĂ€hrigen gezeigt werden."

Eine zuverlĂ€ssige SchĂ€tzung der ImpfeffektivitĂ€t mit Bezug auf die ansteckendere Corona-Variante Omikron ist laut RKI aktuell noch nicht möglich. Geimpfte ohne Booster sind Studien zufolge vor Omikron schlechter geschĂŒtzt. Allerdings betont das RKI: "Es deutet sich an, dass der Impfschutz gegen schwere Erkrankung bei Immungesunden nach jetzigem Kenntnisstand erheblich weniger beeintrĂ€chtigt ist als der Schutz vor Infektion / Transmission."

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Die neue Variante wurde im November aus SĂŒdafrika gemeldet. Sie ist wesentlich ansteckender als die bislang dominierende Delta-Variante. Zugleich gehen Experten davon aus, dass Omikron tendenziell zu milderen KrankheitsverlĂ€ufen fĂŒhrt und Infizierte seltener in eine Klinik mĂŒssen.

Rasende Zunahme

Der Anteil von Omikron am Infektionsgeschehen in Deutschland nimmt rasend schnell zu. So gingen in der Kalenderwoche 52 (bis 2.1.) laut Meldedaten aus den BundeslĂ€ndern 44,3 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise auf Omikron zurĂŒck, wie das RKI schrieb. Eine Woche zuvor wurde der Wert noch mit 15,8 Prozent angegeben.

Bei der ZÀhlung werden sowohl Nachweise mittels Erbgut-Analyse (Gesamtgenomsequenzierung) als auch VerdachtsfÀlle aufgrund sogenannter variantenspezifischer PCR-Tests einbezogen.

"Das aktuelle Geschehen in Deutschland wird zunehmend auch von der besorgniserregenden Variante Omikron bestimmt", schreibt das RKI. Der Anteil der Delta-Variante, die bis vor wenigen Wochen fast ausschließlich das Infektionsgeschehen dominiert hatte, werde kontinuierlich geringer.

Stichproben-Daten aussagekrÀftiger

AussagekrĂ€ftiger, wenn auch weniger aktuell als die Meldedaten, sind die sogenannten Stichproben-Daten. Hier fließen ausschließlich Gesamtgenomsequenzen von zufĂ€llig ausgewĂ€hlten Proben ein. Der Omikron-Anteil in Kalenderwoche 51 (bis 26.12.) lag demnach laut RKI bei 20 Prozent im Vergleich zu 9 Prozent in der Vorwoche.

Das RKI warnt weiterhin davor, dass es durch die ansteckendere Omikron-Variante "zu einer schlagartigen Erhöhung der InfektionsfĂ€lle und einer schnellen Überlastung des Gesundheitssystems und gegebenenfalls weiterer Versorgungsbereiche" kommen kann.

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