Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Land unter am Kap: S├╝dafrika k├Ąmpft mit Wassermassen

Von dpa
Aktualisiert am 20.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine ├╝berflutete Stra├če in Ladysmith.
Eine ├╝berflutete Stra├če in Ladysmith. Das anhaltende Extremwetter mit starken Regenf├Ąllen in S├╝dafrika hat schon mehrere Menschenleben gefordert. (Quelle: Uncredited/AP/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Johannesburg (dpa) - Wasser, Wasser - nichts als Wasser. "Bei uns regnet es seit Wochen, sowas haben wir hier bisher noch nie erlebt", sagt die aus Niederbayern stammende Margit Babenhauserheide.

Seit 2012 lebt sie mit ihrem Mann etwa 60 Kilometer entfernt von S├╝dafrikas Kr├╝ger-Nationalpark, wo auch das RTL-Dschungelcamp gerade seine Zelte aufgeschlagen hat. Das weltber├╝hmte Tierparadies hat zwar noch kein "Land unter" signalisiert, wird aber auch ├╝berrascht von der Macht der Niederschl├Ąge. Vorbei die Zeiten, als Afrikas S├╝dspitze wegen einer hartn├Ąckigen D├╝rreperiode Schlagzeilen machte: Sie befindet sich aktuell im Griff einer Extremwetterlage, die in k├╝rzester Zeit unverh├Ąltnism├Ą├čig viel Feuchtigkeit mit sich bringt.

Retter waten durch brusthohe Fluten

In der s├╝dafrikanischen Stadt Ladysmith etwa wateten diese Woche Rettungskr├Ąfte durch brusthoch stehende Fluten, w├Ąhrend andere mit Schlauchbooten Anwohner in Sicherheit brachten. Viele Staud├Ąmme in dem Kap-Staat sind zum Bersten gef├╝llt und k├Ânnen die Wassermassen kaum noch halten. "Wir haben mehrere Schleusen ├Âffnen m├╝ssen", sagt Charles Mokone, der als Manager f├╝r den Vaal-Damm zust├Ąndig ist, vor laufender Kamera. Insgesamt flossen am Donnerstag 756 000 Liter Wasser pro Sekunde durch f├╝nf ge├Âffnete Schleusentore und lie├čen den darunterliegenden Fluss anschwellen. Die Anwohner - etwa im ebenfalls ├╝berfluteten Ort Bloemhof - beobachten es mit Unbehagen. Der Damm versorgt etwa das Industriezentrum rund um Johannesburg mit Wasser.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Amok-Alarm an Schule: Mann schie├čt mit Armbrust
Spezialeinsatzkr├Ąfte: Der T├Ąter war am Morgen ins Oberstufengeb├Ąude der Schule eingedrungen.


Auch im Nachbarstaat Lesotho schaut es ├Ąhnlich aus: Fl├╝sse traten ├╝ber die Ufer, Br├╝cken wurden weggerissen, H├Ąuser geflutet, Infrastruktur zerst├Ârt. Auf der vor Afrikas Ostk├╝ste gelegenen Insel Madagaskar wurden f├╝r diesen Donnerstag Niederschl├Ąge von mehr als 100 Millimeter innerhalb von 24 Stunden vorhergesagt. Sie sollen noch bis mindestens Sonntag anhalten, warnte der Wetterdienst, der vor allem im Nordwesten auch Erdrutsche nicht ausschlie├čt. Allein in der Hauptstadt Antananarivo wurden 18 Notquartiere f├╝r die knapp 8500 Obdachlosen eingerichtet. Dennoch kam es zu Engp├Ąssen, unter anderem wegen der Corona-Distanzregeln in dem Inselstaat.

Schule f├Ąllt aus

Zudem ist der eh schon durch die diversen Corona-Restriktionen arg ausgebremste Schulunterricht in Madagaskar, aber auch in S├╝dafrikas betroffenen Landesteilen vor├╝bergehend gestoppt wegen der Regenmassen. Das anhaltende Extremwetter hat im s├╝dlichen Afrika bisher mehr als hundert Menschenleben gefordert und zahlreiche andere obdachlos gemacht. Viele Sporthallen und auch Kirchen wurden f├╝r die Aufnahme von Obdachlosen umfunktioniert. Auch f├╝r die kommenden Tage werden weitere ergiebige Niederschl├Ąge vorhergesagt.

Das s├╝dliche Afrika befindet sich aktuell in der sommerlichen Zyklon-Saison, die bis M├Ąrz oder April schwere St├╝rme und Niederschl├Ąge mit sich bringt. Obwohl einige Meteorologen die ergiebigen Niederschl├Ąge weitgehend auf den sogenannten La-Ni├▒a-Effekt zur├╝ckf├╝hren, der alle paar Jahre auftritt, warnen andere vor einer Zunahme derartiger Extremwetterlagen. "Unsere Arbeit zeigt, dass wir k├╝nftig wohl st├Ąrkere und auch heftigere Tropenst├╝rme erleben werden", sagte der s├╝dafrikanische Meteorologe Andrew Green in einem TV-Interview.

Der Leiter der meteorologischen Forschungsabteilung der Universit├Ąt Durban sieht die Gefahr, dass angesichts steigender Meerestemperaturen Zyklone k├╝nftig nicht mehr an der K├╝ste des Nachbarstaats Mosambik aufs Festland treffen werden, sondern der S├╝dafrikas. "Wir wissen nicht genau, wann - aber wir wissen sicher, dass das in der Zukunft eintreten wird", meinte Green.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
MadagaskarNiederbayernRTLS├╝dafrika
Justiz & Kriminalit├Ąt




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website