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Nach Protest von Neil Young: Spotify entfernt seine Musik

Von dpa
Aktualisiert am 27.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Weil sie Falschinformationen ├╝ber Corona-Impfstoffe verbreitet haben soll, hat der kanadische Rockstar Neil Young die Audio-Plattform Spotify scharf kritisiert.
Weil sie Falschinformationen ├╝ber Corona-Impfstoffe verbreitet haben soll, hat der kanadische Rockstar Neil Young die Audio-Plattform Spotify scharf kritisiert. (Quelle: Nils Meilvang/SCANPIX DENMARK/dpa./dpa)
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New York (dpa) - Nach Vorw├╝rfen von Folkrock-Star Neil Young hat der Musik-Streamingdienst Spotify die Musik des Kanadiers vorerst aus dem Programm genommen.

Der 76-j├Ąhrige Musiker ("Heart of Gold") hatte dem schwedischen Unternehmen zuvor vorgeworfen, etwa in Podcasts Falschinformationen ├╝ber Coronavirus-Impfstoffe zu verbreiten. Auf einer Plattform, die solche Fehlinformationen enthalte und verbreite, wolle er nicht pr├Ąsent sein - mit dieser Forderung hatte Young Spotify zuvor unter Druck gesetzt.

"Spotify m├Âchte, dass alle Musik- und Audioinhalte der Welt f├╝r unsere H├Ârer*innen verf├╝gbar sind. Das bringt eine gro├če Verantwortung mit sich, wenn es darum geht, ein Gleichgewicht zwischen der Sicherheit der H├Ârer*innen und der Freiheit der Creator*innen herzustellen", teilte der Streamingdienst in einer Erkl├Ąrung mit, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Spotify bedauert Youngs Entscheidung

Das Unternehmen habe umfassende Inhaltsrichtlinien und seit Beginn der Pandemie mehr als 20.000 Podcast-Episoden mit Bezug auf Corona aus dem Angebot entfernt. "Wir bedauern Neils Entscheidung, seine Musik von Spotify zu entfernen, hoffen aber, ihn bald wieder begr├╝├čen zu k├Ânnen."

Mehrere Stars unterst├╝tzten Young. "Neil Young hat recht", schrieb der Jan B├Âhmermann bei Twitter. "Das macht mich stolz auf ihn", kommentierte Youngs Musik-Kollege David Crosby.

Young hatte auf seiner Internetseite geschrieben, dass er hoffe, dass andere K├╝nstler und Plattenlabel seinem Beispiel folgen, um die Verbreitung "lebensbedrohlicher Fehlinformationen" ├╝ber das Virus zu stoppen. Spotify mache etwa 60 Prozent seiner weltweit gestreamten Musik aus, die Entscheidung bedeute also einen gro├čen Verlust f├╝r seine Plattenfirma. "Im Namen der Wahrheit" sei er aber diesen Schritt gegangen. Zudem seien seine St├╝cke noch auf anderen Plattformen zu h├Âren. Auf Spotify wird Young mit rund sechs Millionen monatlichen H├Ârern gef├╝hrt.

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Kritik an Comedian Joe Rogan

In einem offenen Brief, der sp├Ąter von der Homepage verschwand, hatte Young seine Kritik gegen den ├Ąu├čerst popul├Ąren Podcast des US-Comedians Joe Rogan gerichtet. "Sie k├Ânnen Rogan oder Young haben. Nicht beide", schrieb der legend├Ąre S├Ąnger und Gitarrist, der nach eigenen Angaben selbst geimpft ist.

Eine Gruppe von 270 Wissenschaftlern und Gesundheitsexperten hatte Comedian Rogan zuvor in einem anderen offenen Brief an Spotify vorgeworfen, das Coronavirus zu verharmlosen und Verschw├Ârungstheorien zu verbreiten.

Rogan kommentierte das Geschehen zun├Ąchst nicht. Der 54-J├Ąhrige wurde als Schauspieler und Comedian bekannt und moderiert seit 2009 den Podcast "The Joe Rogan Experience". Derzeit ist es der meistgeh├Ârte Podcast auf Spotify, bei dem Rogan immer wieder mit kontroversen und umstrittenen Aussagen f├╝r Schlagzeilen sorgt.

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