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Hunderte Künstler fordern Freiheit für Deniz Yücel

300 Tage Haft  

Nobelpreisträger fordern Freiheit für Deniz Yücel

09.12.2017, 21:18 Uhr | AFP

Hunderte Künstler fordern Freiheit für Deniz Yücel. Dem Journalisten Deniz Yücel werden Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen. (Quelle: AP/dpa/Karlheinz Schindler/Archiv)

Dem Journalisten Deniz Yücel werden Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen. (Quelle: Karlheinz Schindler/Archiv/AP/dpa)

Der Protest gegen die Inhaftierung des deutschen Journalisten Deniz Yücel in der Türkei wird größer – und internationaler. Hunderte Künstler haben nun einen Aufruf gestartet.

Hunderte internationale Künstler appellieren in einem gemeinsamen Schreiben für einen fairen Prozess und die Freilassung Deniz Yücels aus der Haft in der Türkei. Den Aufruf des Freundeskreises #FreeDeniz unterstützen unter anderem die Popstars Bono und Sting sowie die Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk, Elfriede Jelinek, Swetlana Alexijewitsch, Herta Müller und J.M. Coetzee.

In dem Aufruf, der am Samstag und Sonntag in deutschen und türkischen Zeitungen erscheint, wird darauf verwiesen, dass Yücel sich am 10. Dezember seit 300 Tagen in türkischer Gefangenschaft befindet. "Ohne Anklageschrift ist er in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert. Diese 300 Tage sind exakt 300 Tage zuviel", heißt es darin. Deniz Yücel habe als Journalist "nichts anderes getan, als seinen Beruf auszuüben und seine Meinung frei zu äußern".

Wim Wenders, Volker Schlöndorff, Fatih Akin

Zu den Unterzeichnern gehören laut der "Welt" auch die Regisseure Wim Wenders, Volker Schlöndorff und Fatih Akin, die Maler Gerhard Richter und Daniel Richter sowie zahlreiche Journalisten.

Der deutsch-türkische Journalist hatte sich Mitte Februar in Istanbul der Polizei gestellt. Zwei Wochen später wurde er wegen "Terrorpropaganda" und "Volksverhetzung" in Untersuchungshaft genommen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete ihn wiederholt als deutschen "Spion" und "Agenten" der PKK. Seine Festnahme belastet die deutsch-türkischen Beziehungen, die Bundesregierung dringt bisher vergeblich auf seine Freilassung.

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