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Urteil: Berliner Youtuber hat 13-Jährige missbraucht

13-Jährige missbraucht  

Bewährungsstrafe für Berliner YouTuber

20.12.2019, 15:05 Uhr | dpa

Urteil: Berliner Youtuber hat 13-Jährige missbraucht . Das Landgericht Berlin: Die Staatsanwaltschaft hatte den Youtuber ursprünglich in fünf Fällen angeklagt, war während des Prozesses aber von vielen Vorwürfen abgerückt.  (Quelle: imago images/Jürgen Ritter)

Das Landgericht Berlin: Die Staatsanwaltschaft hatte den YouTuber ursprünglich in fünf Fällen angeklagt, war während des Prozesses aber von vielen Vorwürfen abgerückt. (Quelle: Jürgen Ritter/imago images)

Das Landgericht Berlin hat einen YouTuber zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und ihm außerdem weitere Auflagen gestellt, nachdem er eine 13-Jährige missbraucht hat. Angeklagt war er in fünf Fällen.

Ein YouTuber aus Berlin ist wegen Missbrauchs einer Jugendlichen zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der 25-Jährige habe die Unreife der Schülerin ausgenutzt und in Kenntnis ihres Alters einvernehmliche sexuelle Handlungen vorgenommen, begründete das Landgericht der Hauptstadt am Freitag. Von weiteren Vorwürfen wurde der YouTuber und Influencer freigesprochen. Die Anklage habe sich im Wesentlichen nicht bestätigt, sagte der Vorsitzende Richter.

Das Gericht legte dem Mann zudem auf, 100 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten und an 30 sexualpädagogischen Einzelgesprächen teilzunehmen. Zudem wurde er für zwei Jahre einem Bewährungshelfer unterstellt. Das Urteil entsprach im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwältin. Die Anklagebehörde war in dem rund dreiwöchigen Prozess von den ursprünglichen Vorwürfen der sexuellen Nötigung, der Vergewaltigung und des Kindesmissbrauchs abgerückt. Der Verteidiger verlangte Freispruch.

Fans unter Vorwand angelockt

Dem 25-Jährigen war zunächst vorgeworfen worden, drei damals 13, 14 und 16 Jahre alte Mädchen jeweils unter dem Vorwand, mit ihnen ein Video für einen seiner Social-Media-Kanäle drehen zu wollen, in sein Auto gelockt und missbraucht zu haben. Fünf Fälle waren angeklagt.

Zur Verurteilung führte der Fall einer damals 13-Jährigen. Sie habe gegenüber dem von ihr "angehimmelten" YouTuber behauptet, 15 Jahre alt zu sein, so das Gericht. Der Angeklagte sei manipulativ vorgegangen und habe ihre fehlende Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung ausgenutzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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