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Justiz: Großbritannien erkennt Gefühle von Wirbeltieren gesetzlich an

"Wichtiges Signal für die Welt"  

Großbritannien erkennt Gefühle von Tieren gesetzlich an

09.05.2021, 17:16 Uhr | dpa

Justiz: Großbritannien erkennt Gefühle von Wirbeltieren gesetzlich an. Hauskatze: Tierqäuler sollen ab sofort härter bestraft werden. (Quelle: imago images/blickwinkel/McPHOTO/A. Schauhuber)

Hauskatze: Tierqäuler sollen ab sofort härter bestraft werden. (Quelle: blickwinkel/McPHOTO/A. Schauhuber/imago images)

Boris Johnson will Großbritannien zum Vorreiter in Sachen Tierrechten machen. Die Gefühle von Wirbeltieren sollen deshalb nun gesetzlich verankert werden – und die Strafen für Tierquälerei verschärft werden.

Wirbeltiere haben Gefühle – das will Großbritannien gesetzlich verankern. Empfindungsvermögen gelte für Wirbeltiere, "alle, die ein Rückenmark haben", sagte Umweltminister George Eustice der Zeitung "Sunday Telegraph". Das Gesetz soll an diesem Dienstag von Queen Elizabeth II. in ihrer traditionellen Regierungserklärung angekündigt werden. Darin wird betont, dass Tiere sich ihrer Gefühle und Emotionen bewusst sind und Freude und Vergnügen sowie Leiden und Schmerz empfinden können. Die britische Regierung will das Land zum Vorreiter bei Tierrechten machen, das Gesetz gilt als Herzstück dieser Strategie.

Der britische Premierminister Boris Johnson und seine Verlobte Carrie Symonds: Kritiker unterstellen Johnson sich vor allem wegen seiner Verlobten für die Rechte von Tieren zu engagieren. (Quelle: imago images/Wiktor Szymanowicz/NurPhoto)Der britische Premierminister Boris Johnson und seine Verlobte Carrie Symonds: Kritiker unterstellen Johnson sich vor allem wegen seiner Verlobten für die Rechte von Tieren zu engagieren. (Quelle: Wiktor Szymanowicz/NurPhoto/imago images)

Die Strafen für Tierquälerei sollen von sechs Monaten auf maximal fünf Jahre Haft steigen. Weitere Gesetzentwürfe verbieten den Import von Jagdtrophäen, den Export von lebenden Tieren sowie die Haltung von Primaten als Haustiere. Zur Tierwohlstrategie gehört zudem, dass die Regierung ein Verbot von Pelzimporten sowie von Mikrochips bei Hauskatzen anpeilt. Auch die Tötung von Schweinen durch Vergasung mit Kohlendioxid soll beendet werden.

Eustice: Johnson ist erster Premierminister, der Tierwohl in Politik verankert

Minister Eustice nannte das Vorhaben ein "wichtiges Signal an die Welt". Viele dieser Änderungen, wie das Exportverbot für lebende Tiere, seien erst durch den Austritt Großbritanniens aus der EU möglich geworden, behauptete er.

Boris Johnson sei der erste Premierminister, der Tierwohl in der Regierungspolitik verankere, sagte Eustice. Kritiker sind der Ansicht, dass Johnson sich vor allem wegen persönlicher Ansichten seiner Verlobten Carrie Symonds für Tierrechte starkmache. Symonds, ehemalige Sprecherin von Johnsons konservativer Partei, sei genauso "leidenschaftlich" bei dem Thema wie Johnson oder er selbst, sagte Eustice dazu.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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