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Auf drei Ferieninseln brennt es lichterloh

Von Emilio Rappold und Andreas Krause, dpa

Aktualisiert am 29.07.2013Lesedauer: 3 Min.
Auf Mallorca k├Ąmpft die Feuerwehr verbissen gegen die Flammen
Auf Mallorca k├Ąmpft die Feuerwehr verbissen gegen die Flammen (Quelle: /AFP-bilder)
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Der bei├čende Rauchgeruch war bereits deutlich zu sp├╝ren, als die rund 700 Einwohner und Touristen in Estellencs mitten in der Nacht von Beamten hektisch aus dem Schlaf gerissen wurden. Die Gemeinde im Westen von Mallorca wurde am Sonntagmorgen wegen des seit zwei Tagen w├╝tenden Waldbrandes in Windeseile evakuiert. Am Vormittag hatten sich die Flammen schon bis auf tausend Meter an das Dorf herangefressen. Und auch auf zwei weiteren Mittelmeer-Inseln stehen die W├Ąlder in Flammen.

Beim Verlassen der H├Ąuser und Hotels weinten viele Menschen, unter ihnen auch Deutsche. Sogar einer Journalistin des staatlichen Radiosenders RNE liefen Tr├Ąnen ├╝bers Gesicht, als sie mit bewegter Stimme ihren Bericht vortrug. Bewegt habe die Frau ein ver├Ąngstigtes Kind, das bei einem Feuerwehrmann Trost suchte, berichtete ein Reporter der Zeitung "El Pa├şs".

Schlimmster Brand in Mallorcas Geschichte

"Hunderte Jahre wurden innerhalb von wenigen Minuten zerst├Ârt", klagte der sichtlich mitgenommene Regierungschef der Region Balearen, Jos├ę Ram├│n Bauz├á. Er meinte die mehr als 2000 Hektar Kiefern- und Steineichenwald, die nach j├╝ngsten Sch├Ątzungen in Asche verwandelt wurden. Damit w├Ąre der Brand im Gebiet um die Luxusorte Andratx und Estellencs der schlimmste in der Geschichte Mallorcas. Beim bisher verheerendsten Feuer waren 1992 im ├Âstlichen Gebiet um Art├á 1960 Hektar Wald den Flammen zum Opfer gefallen.

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Mallorca war nicht die einzige Mittelmeer-Insel, die am Wochenende von einem Feuerinferno heimgesucht wurde. Auch auf den griechischen Inseln Rhodos und Kreta brannte es lichterloh. Allein ein Feuer im S├╝den von Rhodos vernichtete 4000 bis 5000 Hektar.

"Es sieht hier aus wie eine Mondlandschaft"

"Bis zum Abend wollen wir die Front auf Rhodos soweit wie m├Âglich unter Kontrolle bekommen. Die Winde sind noch stark, behindern aber die Arbeit unserer f├╝nf L├Âschflugzeuge und zwei Hubschrauber nicht", sagte der Sprecher der griechischen Feuerwehr, Nikos Tsongas. Der B├╝rgermeister der Insel, Stathis Koussournas, best├Ątigte, die Situation sei besser als in der Nacht zum Sonntag. Dennoch sei das Feuer nicht unter Kontrolle. "Noch nie ist in so kurzer Zeit so viel verbrannt", so Koussournas. Das Feuer im S├╝den der Insel war am Samstagnachmittag ausgebrochen und hatte sich wegen starker Winde rasch ausgebreitet. ├ťber die Gemeindebezirke Lindos und S├╝d-Rhodos wurde der Notstand ausgerufen, berichteten griechische Medien.

Auf Kreta war das Feuer am Sonntag zwar unter Kontrolle. Wegen der gro├čen Ausdehnung und der starken Winde gebe es aber noch Brandherde, sagte die B├╝rgermeisterin von Festos, Maria Patrakogiorgi-Anyfantaki, im Radio. "Es sieht hier aus wie eine Mondlandschaft. Ein riesiges Gebiet ist verbrannt, wir hatten gro├če Sch├Ąden an der Infrastruktur. Gew├Ąchsh├Ąuser, Schafe und Ziegen wurden Opfer der Flammen."

100.000 Liter Wasser bei jeder Runde

Zuvor hatte sich das Stadtoberhaupt der s├╝dkretischen Gemeinde im Radio ├╝ber die Feuerwehr beschwert: deren Hubschrauber sei am Samstag erst vier Stunden nach dem Alarm eingetroffen. Der minoische Palast von Phaistos, nach dem die Kommune benannt ist, sei aber nicht bedroht gewesen, meldeten griechische Medien. Es handelt sich nach Knossos um die bedeutendste Ausgrabungsst├Ątte der Insel.

Auf Mallorca verlief die Brandbek├Ąmpfung unterdessen ├Ąu├čerst schwierig. "Sehr starke Winde, Rekordhitze, alles ist gegen uns", schimpfte ein Feuerwehrmann vor Journalisten. Es gebe im betroffenen Gebirgsgebiet oft keine Zugangs- und auch keine Fluchtwege. Man setzte daher vor allem auf die 26 Flugzeuge und Hubschrauber, die bei jeder Einsatzrunde 100.000 Liter auf die Flammen warfen. Optimismus war aber rar.

Ein "schrecklicher, dramatischer Schlag"

Vor allem ├Ąltere Menschen, die nach der Evakuierung in der Sporthalle betreut wurden, seien sehr besorgt, verriet Estellencs-B├╝rgermeister Bartomeu Jover. "Ich werde dieses Land nie wieder so sehen, wie es einmal war", sagte ein ├Ąlterer Landwirt der spanischen Nachrichtenagentur efe. Regierungschef Bauz├á sprach von einem "schrecklichen, dramatischen Schlag".

Gesch├Ądigt wurden auch Teile des Tramuntana-Gebirges, das zum UNESCO-Weltnaturerbe z├Ąhlt. Die dortige Finca "La Trapa" im Gebiet von Sa Dragonera wurde Opfer des Feuers. Das Grundst├╝ck hatte die balearische Umweltorganisation GOB vor mehr als 30 Jahren gekauft, um es vor der Bauwut zu sch├╝tzen. Bereits 1994 war "La Trapa" von einem Waldbrand weitgehend vernichtet worden. Die Umweltsch├╝tzer, die das Gebiet in den vergangenen Jahren m├╝hevoll wiederaufgeforstet hatten, bedauern nun, man werde wieder von vorn anfangen m├╝ssen.

Regierungschef Bauz├á sagte, er habe ein "Gef├╝hl der Machtlosigkeit", weil "die Unbesonnenheit eines Menschen" zu der Trag├Âdie gef├╝hrt habe. Er meinte den Landarbeiter aus Es Capdell├í, der Pflanzenreste abgefackelt und so das Feuer ausgel├Âst haben soll. Der Mann wurde festgenommen, verh├Ârt und dann wieder vorl├Ąufig auf freien Fu├č gesetzt. "Ich war auf dem Sofa", sagte der 42-J├Ąhrige nach Medienberichten der Polizei.

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  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
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Justiz & Kriminalit├Ąt




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