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Kalifornien: Schlammlawinen reißen 13 Menschen in den Tod

Kalifornien  

Schlammlawinen reißen 13 Menschen in den Tod

10.01.2018, 07:18 Uhr | AFP, AP, dru

Kalifornien: Schlammlawinen reißen 13 Menschen in den Tod. Von den Geröllmassen überrascht: Die Schlammlawinen begruben zahlreiche Menschen in ihren Häusern. (Quelle: Reuters/Kenneth Song/Santa Barbara News-Press)

Von den Geröllmassen überrascht: Die Schlammlawinen begruben zahlreiche Menschen in ihren Häusern. (Quelle: Kenneth Song/Santa Barbara News-Press/Reuters)

Erst kam das Feuer, nun der Schlamm: Nach heftigen Niederschlägen haben Gerölllawinen in Kalifornien mindestens 13 Menschenleben gefordert. Die Böden in der von Waldbränden getroffenen Region konnten die Wassermassen nicht halten.

Bei Erdrutschen im US-Bundesstaat Kalifornien sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Leichen entdeckte die Polizei in Montecito nahe Los Angeles unter Haustrümmern und in Schlammmassen. Die Opferzahl könnte nach Angaben der Einsatzkräfte noch weiter steigen. Die Feuerwehr suchte mit Hunden nach Vermissten.

Die Erdrutsche waren nach Angaben der Polizei durch einen Sturm in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) ausgelöst worden, der heftige Regenfälle mit sich brachte. Dadurch sei ein Bach über die Ufer getreten und von Hängen oberhalb von Montecito hätten sich Schlamm und Gesteinsbrocken gelöst.

Mehrere Dutzend Häuser in dem nordwestlich von Los Angeles gelegenen Ort wurden zerstört oder beschädigt, wie Einsatzkräfte mitteilten. Der Ort mit 9000 Menschen gilt als wohlhabend, Prominente wie Oprah Winfrey und Ellen DeGeneres leben dort. Der Sheriff des Bezirks Santa Barbara, Bill Brown, sagte, nach dem Fund von 13 Leichen rechne er mit weiteren Todesopfern.

Rettung aus der Luft

Eine 14-Jährige saß mehrere Stunden in einem zerstörten Haus in Montecito fest, bevor sie von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht wurde. Auch viele andere Einwohner mussten gerettet werden, etwa 50 von ihnen aus der Luft.

Erschwert wurden die Rettungseinsätze durch die Sturmschäden. Straßen waren überflutet oder durch umgestürzte Bäumen blockiert. Eine wichtige Schnellstraße entlang der Küste war auf einer Länge von etwa 50 Kilometern unbefahrbar.

Auch in Burbank, einem Vorort von Los Angeles, gab es einen Erdrutsch, der Autos mit sich riss, mehrere Häuser beschädigte und eine Gasleitung zerstörte. Durch das Gasleck sei die Gasversorgung in einigen Dutzend Häusern ausgefallen, sagte der Feuerwehr-Chef von Burbank, John Owings, dem Lokalsender KCAL9. Die Behörden ordneten eine Evakuierung des betroffenen Gebietes an.

In der Region wüteten zuvor Waldbrände 

Am Internationalen Flughafen von Los Angeles musste wegen Überschwemmungen ein Zollabfertigungsbereich im Terminal 2 geschlossen werden. Meteorologen sagten weitere Regenfälle und Gewitterstürme in der Region voraus.

Vergangenen Monat hatte in der Region nach langer Trockenheit der verheerende Waldbrand "Thomas" gewütet. Durch den von dem Brand verursachten Kahlschlag konnte der Boden die Wassermassen nun nicht mehr aufnehmen.

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