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Von Feuerwehr gelegtes "Gegenfeuer" außer Kontrolle

Von dpa
Aktualisiert am 16.12.2019Lesedauer: 1 Min.
Ein Löschfahrzeug bei einem Waldbrand in der Nähe von Sydney: 2.000 Feuerwehrleute kämpfen derzeit gegen mehr als 100 Brände im Land.
Ein Löschfahrzeug bei einem Waldbrand in der Nähe von Sydney: 2.000 Feuerwehrleute kämpfen derzeit gegen mehr als 100 Brände im Land. (Quelle: Mick Tsikas/imago-images-bilder)
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Australien kämpft mit massiven Waldbränden. Durch gezielt gelegte Brände versucht die Feuerwehr vor Ort dem Problem Herr zu werden – jetzt ist ein solches Gegenfeuer eskaliert.

Im Kampf gegen einen großen Buschbrandherd im Osten Australiens ist ein von der Feuerwehr gelegtes Gegenfeuer außer Kontrolle geraten. Bei der Aktion zur Bekämpfung des sogenannten Gospers-Mountain-Feuers rund 70 Kilometer nordwestlich von Sydney seien bis zu 20 Grundstücke beschädigt oder zerstört worden, wie die Feuerwehr des südöstlichen Bundesstaats New South Wales am Montag mitteilte.

Der auch als Megafeuer bezeichnete Brandherd hat laut Feuerwehr eine Größe von 396.000 Hektar erreicht und Teile mehrerer Nationalparks erfasst. In ganz New South Wales kämpften rund 2.000 Feuerwehrleute am Montagnachmittag gegen 108 Brände. Für einen Großteil des Bundesstaats sagt das Wetteramt zudem schwere Hitzewellen voraus.

Luftverschmutzung in Sydney weiter "gefährlich"

Seit Wochen liegt wegen der Buschfeuer dichter Rauch über Sydney. Die Luftverschmutzung ist laut Behörden elf Mal schlimmer als der als "gefährlich" geltende Wert. In einer gemeinsam am Montag veröffentlichten Mitteilung forderten mehr als zwei Dutzend Interessengruppen, die Ärzte und andere Angestellte im Gesundheitswesen vertreten, die Regierungen des Bundesstaats und auf Bundesebene auf, Maßnahmen gegen die "Gesundheits- und Klimakrise" zu ergreifen. "Es gibt keinen sicheren Grad der Luftverschmutzung", hieß es darin.

Seit Oktober haben die Buschbrände nach Angaben der Behörden rund 2,7 Millionen Hektar Land verbrannt. Mindestens sechs Menschen kamen landesweit ums Leben. Mehr als tausend Häuser wurden zerstört.

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