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Sturmtief "Lolita" führt zu Unfällen: Kranführer stirbt

Mehrere Verletzte bei Unwetter  

Sturmtief "Lolita" führt zu Unfällen: Kranführer stirbt

28.01.2020, 15:45 Uhr | AFP

Sturmtief "Lolita" führt zu Unfällen: Kranführer stirbt. Einsatzkräfte räumen einen Baum von einer Straße bei Wiesloch, der bei dem Sturm umfiel: Vormittags zog "Lolita" über den Südwesten Deutschlands. (Quelle: dpa/Marco Friedrich / Einsatzreport2)

Einsatzkräfte räumen einen Baum von einer Straße bei Wiesloch, der bei dem Sturm umfiel: Vormittags zog "Lolita" über den Südwesten Deutschlands. (Quelle: Marco Friedrich / Einsatzreport2/dpa)

In Baden-Württemberg ist ein Kranführer von einem Bauteil erschlagen worden – möglicherweise wegen des starken Winds. Auch an anderen Orten kam es wegen des Unwetters zu Unglücken.

Das durchziehende Sturmtief "Lolita" hat im Süden und Westen Deutschlands zu Unfällen mit einem Toten und mehreren Verletzten geführt. Laut Polizei starb in Neuenburg am Rhein in Baden-Württemberg ein 24-jähriger Kranführer, als ihn ein an seinem Fahrzeug hängendes Bauteil traf. Aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz meldete die Polizei drei Verletzte.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts in Offenbach sollte das Tief bis Mittwoch über Deutschland ziehen und im höheren Bergland sowie im Umfeld von Gewittern für schwere Sturm- und Orkanböen sorgen. In den Alpen und im Südschwarzwald in Höhen von mehr als 600 Metern war demnach auch mit stärkerem Schneefall zu rechnen.

Wie die Polizei in Freiburg mitteilte, ereignete sich der Unfall mit dem Kran am Vormittag. Es bestehe der Verdacht, dass die Windverhältnisse zu dem Geschehen geführt hätten. Die Ermittlungen dazu liefen aber noch. Auch anderswo in der Region gab es diverse Einsätze wegen umgestürzter Bäume, teils wurden Autos beschädigt.

Eine Baumkrone krachte auf zwei Spaziergängerinnen

Aus dem Saarland meldete die Polizei zwei Verletzte. Zwei Spaziergängerinnen im Alter von 65 und 72 Jahren wurden demnach bei Wadern von der Krone eines Baums getroffen, die durch die Sturmböen abbrach. Sie erlitten unter anderem Brüche an Beinen und Füßen.

Auf einem Betriebsgelände in der Nähe von Saarburg in Rheinland-Pfalz wurde ein 35-jähriger Arbeiter von einem abbrechenden Ast im Nacken getroffen und stürzte zehn Meter einen Abhang hinunter. Auch er kam mit diversen Verletzungen in ein Krankenhaus.

Deutschland sollte laut Wetterdienst noch bis Mittwoch im Einflussbereich des Wintertiefs "Lolita" liegen, das Schauer und polare Kaltluft mit sich führte. Bundesweit war dabei mit stürmischen Böen zu rechnen, die sich in Gewitternähe sowie in höheren Lagen bis zu Sturm- und Orkanstärke steigern konnten. Niederschläge waren vor allem im Süden und in Norddeutschland zu erwarten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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