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Dammbruch nach Überflutung: US-Bundesstaat kämpft mit Katastrophe

10.000 Menschen evakuiert  

Dämme brechen: US-Bundesstaat kämpft mit Katastrophe

20.05.2020, 10:42 Uhr | dpa

Luftaufnahmen zeigen das Ausmaß: Überschwemmungen nach Dammbruch in US-Bundesstaat

Im Landkreis Midland sind zwei Staudämme aufgrund starker Regenfälle eingebrochen. Die Gouverneurin des Bundesstaates hat am Dienstag den Notstand ausgerufen. (Quelle: Reuters)

Luftaufnahmen zeigen das Ausmaß: Wegen heftiger Überschwemmungen hat Michigan den Notstand ausgerufen. (Quelle: Reuters)


Heftiger Regen führt im US-Bundesstaat Michigan zu starkem Hochwasser. Nun müssen wegen zwei Dammbrüchen Tausende Menschen ihre Häuser verlassen. Das ist zur Zeit der Corona-Pandemie kritisch.

Wegen Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen haben im US-Bundesstaat Michigan rund 10.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Im Bezirk Midland seien wegen der Wassermassen der Edenville- und der Sanford-Damm gebrochen, teilten die Behörden am Dienstagabend mit und ordneten Evakuierungen an. Gouverneurin Gretchen Whitmer habe für den County den Notstand erklärt. Die Menschen sollten in Notunterkünften Schutz suchen oder sich bei Verwandten oder Freunden außerhalb des Bezirks einquartieren.

"Historischer Hochwasserspiegel" erwartet

Die Innenstadt von Midland könne in den nächsten Stunden bis zu neun Fuß (rund 2,7 Meter) unter Wasser stehen, warnte Whitmer. "Wir erwarten einen historischen Hochwasserspiegel", ergänzte sie. Der Nationale Wetterdienst warnte vor extrem gefährlichen Sturzfluten. Auf Luftbildaufnahmen waren überflutete Straßenzüge sowie ein geborstener Damm entlang des Tittabawassee-Flusses zu sehen.

Überschwemmung am Sanford-Damm in Michigan: In dem US-Bundesstaat mussten 10.000 Menschen ihre Häuser verlassen. (Quelle: Reuters/ TC VORTEX)Überschwemmung am Sanford-Damm in Michigan: In dem US-Bundesstaat mussten 10.000 Menschen ihre Häuser verlassen. (Quelle: TC VORTEX/Reuters)

Bislang sei niemand verletzt worden, teilte ein Sprecher der Bezirksverwaltung laut CNN mit. Rund 3.500 Wohnhäuser seien geräumt worden. Die Unterbringung so vieler Bürger in Notunterkünften sei angesichts der Coronavirus-Ausbreitung aber eine Herausforderung. Die Menschen seien mit Gesichtsmasken ausgestattet worden, die Einsatzkräfte trügen Schutzkleidung.

"Dies inmitten einer globalen Pandemie durchzustehen, ist fast unvorstellbar. Aber wir sind hier, und wir werden das nach besten Kräften gemeinsam meistern", sagte die Gouverneurin. Die Nationalgarde helfe bei der Evakuierung. Auch andere Bundesstaaten im Mittleren Westen der USA erleben seit Tagen starke Regenfälle.

Das Ausmaß der Wassermassen nach zwei Dammbrüchen zeigen eindrucksvolle Luftaufnahmen, die Sie oben im Video sehen können oder wenn Sie hier klicken.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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