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Island: 3.000 Beben registriert — Warnung vor möglichem Vulkanausbruch

3.000 Beben registriert  

Island warnt vor möglichem Vulkanausbruch

23.06.2020, 07:28 Uhr | AFP, pdi

Island: 3.000 Beben registriert — Warnung vor möglichem Vulkanausbruch. Der Vulkan Grimsvötn bei seinem letzten Ausbruch im Jahr 2011: Angesichts zahlreicher Beben haben die isländischen Behörden nun erneut vor einem Ausbruch gewarnt. (Quelle: imago images)

Der Vulkan Grimsvötn bei seinem letzten Ausbruch im Jahr 2011: Angesichts zahlreicher Beben haben die isländischen Behörden nun erneut vor einem Ausbruch gewarnt. (Quelle: imago images)

Die isländischen Behörden registrierten mehr als 3.000 Erdbeben an der Nordküste der Insel. Womöglich könne nun ein Vulkanausbruch bevorstehen. Erinnerungen an das Jahr 2011 werden wach.

Die isländischen Behörden haben erhebliche seismische Aktivitäten gemeldet und vor einem möglichen Vulkanausbruch gewarnt. In den vergangenen drei Tagen seien an der Nordküste Islands mehr als 3.000 kleinere Beben verzeichnet worden, teilte die nationale Wetterbehörde IMO am Montag mit. Drei Beben der Stärke fünf seien registriert worden, von denen eines in der Hauptstadt Reykjavik, etwa 265 Kilometer vom Epizentrum entfernt, zu spüren gewesen sei. Womöglich könne im Süden der Insel ein Vulkanausbruch bevorstehen.

"Im Vergleich zu früheren Erdbebenschwärmen in diesem Gebiet wird erwartet, dass dieser Schwarm in den kommenden Tagen anhalten wird", erklärte die Regierungsbehörde. Bisher wurden demnach keine größeren Verletzungen oder Schäden gemeldet, lediglich Erdrutsche und Felsstürze.

Die Wetterbehörde teilte mit, es sei nicht ausgeschlossen, dass die Beben einen größeren Vorfall auslösen könnten. "Aber in den meisten Fällen enden Aktivitäten wie diese ohne ein größeres Ereignis", hieß es weiter.

Letzter Ausbruch im Jahr 2011

Bereits seit Mitte Juni warnen die örtlichen Behörden davor, dass der Grimsvötn, der aktivste Vulkan der Insel, womöglich auf seinen ersten Ausbruch seit dem Jahr 2011 zusteuern könnte. Hohe Schwefeldioxidwerte deuteten darauf hin, dass sich nicht weit unter der Erdoberfläche Magma befinde, hieß es.

Der Grimsvötn war zuletzt im Jahr 2011 ausgebrochen. Rund 900 Flüge wurden damals wegen der Aschewolken gestrichen. Da der Vulkan eisbedeckt ist, drohen zudem im Falle eines Ausbruches Überschwemmungen durch schmelzende Eisschichten.

Im April 2010 hatte die Eruption des kleineren isländischen Vulkans Eyjafjallajökull einen Monat lang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt. Mehr als 100.000 Flüge wurden damals gestrichen, gut acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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