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Mexiko: Erdbeben mit Stärke von 7,5 – Todesopfer und Tsunami-Warnung

Stärke von 7,5  

Todesopfer bei schwerem Erdbeben in Mexiko

25.06.2020, 07:15 Uhr | law, aj, dpa

Erdbeben in Mexiko und Tsunami-Warnung

Ein schweres Erdbeben hat am Dienstag Mexiko erschüttert. Nun gibt es eine Tsunami-Warnung für mehrere Länder der Region. (Quelle: t-online.de)


Mexiko: Augenzeugen filmten, wie sich bei einem schweren Erdbeben der Stärken 7,4 sogar die Bürgersteige bewegten. (Quelle: t-online.de)


Ein schweres Erdbeben hat am Dienstag Mexiko erschüttert. Danach wurde eine kleine Tsunami-Welle an der Küste registriert. Mindestens zehn Menschen verloren ihr Leben.

Ein heftiges Erdbeben hat am Dienstag in Mexiko erschüttert. Das Seismologische Zentrum Europa-Mittelmeer gab die Stärke zunächst mit 7,5 an, der US-Erdbebendienst USGS bezifferte sie auf 7,4. Fotos in sozialen Netzwerken zeigten kleinere Schäden. Die Zahl der Todesopfer hatte sich zuletzt von sechs auf zehn erhöht. In einer Raffinerie brach zudem ein Feuer aus.

Das Epizentrum lag im Bundesstaat Oaxaca. Weil es sich in vergleichsweise geringer Tiefe ereignete, war die Intensität hoch. Bei einem Hauseinsturz starb eine Person, berichtete der Gouverneur von Oaxaca örtlichen Medien zufolge.

Nach dem Erdstoß wurde für die Küstengebiete von Südmexiko, Guatemala, El Salvador und Honduras eine Tsunamiwarnung herausgegeben. Tatsächlich ist auf Aufnahmen zu sehen, dass sich das Wasser an der Küste örtlich zurückgezogen hat. Das kann Vorbote für einen Tsunami sein. Der US-Wetterdienst NOAA warnte zunächst vor Wellen mit bis zu drei Metern Höhe. Dann stuften die Experten die Warnung herunter auf Wellen von bis zu einem Meter Höhe. In Salina Cruz und Acapulco wurde dann eine Welle von jeweils rund 70 Zentimetern gemessen. 

Ein mutmaßlich bei dem Erdbeben aufgenommenes Video, das auch Erdbebendienste verbreiten, zeigt eindrucksvoll, wie sich die Erde an einem Bürgersteig hin- und herschiebt.

Sechs Tote in Oaxaca

Mindestens sechs Menschen kamen in Oaxaca ums Leben, wie die Zivilschutzbehörde des südlichen Bundesstaates mitteilte. Rund 500 Wohnhäuser, 15 Gesundheitszentren, vier Schulen und vier archäologische Ausgrabungsstätten seien beschädigt worden, berichtete der Gouverneur Alejandro Murat am Abend (Ortszeit). Die Behandlung von Covid-19 und anderen Krankheiten gehe in allen Krankenhäusern normal weiter.

Aus der Region wurden größtenteils leichte Schäden an Gebäuden gemeldet. Auf Fotos war zu sehen, dass in der Provinzhauptstadt Oaxaca de Juárez Steine von Dächern und Häuserfassaden abgebrochen und Mauern eingestürzt waren. Zudem fiel der Strom aus. In einer Raffinerie in Salina Cruz brach nach dem Beben ein Feuer aus. Der Brand sei schnell gelöscht worden, teilte der staatliche Ölkonzern Pemex mit. Das Unternehmen meldete einen Verletzten – Mexikos Zivilschutzbehörde berichtete von einem Pemex-Mitarbeiter unter den Todesopfern.

Erdbebenalarm: Im mehrere Hundert Kilometer vom Epizentrum entfernten Mexiko-Stadt war das Beben noch so stark zu spüren, dass sich Menschen gegen die Mauer stemmten.  (Quelle: dpa/Fernando Llano/AP/dpa)Erdbebenalarm: Im mehrere Hundert Kilometer vom Epizentrum entfernten Mexiko-Stadt war das Beben noch so stark zu spüren, dass sich Menschen gegen die Mauer stemmten. (Quelle: Fernando Llano/AP/dpa/dpa)

Die Seite erdbebennews.de berichtet, dass sich das Epizentrum an der Störungszone befindet, an der im September 2017 bei einem Beben der Stärke 8,2 Zehntausende Häuser zerstört wurden. Damals kamen 369 Menschen ums Leben. 1.985 starben bei einer Erdbebenkatastrophe in Mexiko-Stadt mindestens 10.000 Menschen. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

Verwendete Quellen:

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