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Ölkatastrophe in russischer Arktis kostet Milliarden

Von dpa
06.07.2020Lesedauer: 1 Min.
Säuberung nach der Ölkatastrophe im Mai: Über 21 Tonnen Öl sind damals in die russische Arktis geflossen.
Säuberung nach der Ölkatastrophe im Mai: Über 21 Tonnen Öl sind damals in die russische Arktis geflossen. (Quelle: Kirill Kukhmar/imago-images-bilder)
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Die Umweltskandale in Russland häufen sich. Das Ausmaß der Ölkatastrophe in der

Bei der Ölkatastrophe in der russischen Arktis ist nach Behördenangaben ein Milliarden-Schaden für die Umwelt entstanden. Allein an den Gewässern belaufe sich die Summe auf mehr als 147 Milliarden Rubel (1,8 Milliarden Euro), teilte die russische Naturschutzbehörde Rosprirodnadsor in Moskau mit. Der Schaden für die Böden liege noch einmal bei rund 739 Millionen Rubel.

Ende Mai waren nach einer Havarie in einem Heizkraftwerk 21.000 Tonnen Öl ausgeflossen. Umweltschützer der Organisation Greenpeace sprachen von der größten Ölkatastrophe in der Geschichte der russischen Arktis.

Putin ordnete Ausnahmezustand an

"Das Ausmaß des Schadens an den arktischen Gewässern ist beispiellos", sagte Umweltminister Dmitri Kobylkin laut Agentur Interfax. Präsident Wladimir Putin hatte den Ausnahmezustand angeordnet. Er verpflichtete einen der reichsten Männer des Landes, Wladimir Potanin, für den Schaden aufzukommen. Der Chef des Nickelproduzenten Nornickel hatte nur eine Millionen-Summe genannt für die Beseitigung der Schäden nahe der Industriestadt Norilsk.

Zuletzt häuften sich in der russischen Tundra die Umweltskandale. Nornickel hatte eingeräumt, hochgiftige Flüssigabfälle mit Schwermetallen und Säure in einen Fluss abgeleitet zu haben. Zudem brannte in der Nähe von Norilsk eine Müllkippe mit Industrieabfällen. Die russischen Ermittlungsbehörden haben mehrere Strafverfahren eingeleitet.

Die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta" kritisierte Behördenversagen bei den Umweltkontrollen in der seit Jahrzehnten von Verschmutzung geplagten Region. Zudem gebe es Kungeleien zwischen der Konzernführung von Nornickel und dem Staat, weshalb Verstöße gegen Umweltauflagen ungesühnt blieben.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Lars Wienand
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