• Home
  • Panorama
  • Unglücke
  • UN-Ozeankonferenz beginnt mit emotionalen Appellen


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextDAZN-Ärger bei Bayern-SpielSymbolbild für einen TextSchüsse vor dem US-KapitolSymbolbild für ein VideoHier kommen Gewitter und PlatzregenSymbolbild für einen TextWalross Freya wurde eingeschläfertSymbolbild für einen TextTaschendiebe bestehlen ZivilfahnderSymbolbild für einen TextEM-Sensation: Doppel-Gold für DTB-TeamSymbolbild für einen TextAktivisten betonieren Golflöcher zuSymbolbild für einen TextBeatrice Egli überrascht im "Fernsehgarten"Symbolbild für einen TextTödlichen Unfall verursacht: 2,8 PromillePL: Tuchel jubelt im London-DerbySymbolbild für einen TextBei Hitze im Auto gelassen: Hund stirbtSymbolbild für einen Watson TeaserHelene Fischer erntet heftige Fan-KritikSymbolbild für einen TextJetzt testen: Was für ein Herrscher sind Sie?

UN-Ozeankonferenz beginnt mit emotionalen Appellen

Von dpa
27.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Eine Plastikflasche am Strand (Symbolbild): Die Vermüllung von Meer und Stränden wird zunehmend zum Problem.
Eine Plastikflasche am Strand (Symbolbild): Die Vermüllung von Meer und Stränden wird zunehmend zum Problem. (Quelle: Nature Picture Library/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Überfischung, Klimawandel, Vermüllung: Auf ihrer Ozean-Konferenz wollen die UN die Krise der Weltmeere angehen. Generalsekretär Guterres warnt vor einem Notstand.

Die zweite Ozeankonferenz der Vereinten Nationen begann am Montag in Lissabon mit emotionalen Appellen und eindringlichen Forderungen zur Rettung der Weltmeere. Die Klimakrise, massive Umweltverschutzung oder illegale Fischerei machen den Meeren immer mehr zu schaffen.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) fliegt erst am Mittwochabend in die portugiesische Hauptstadt. Worum es in erster Linie geht, machte sie aber bereits am Montag in einer Ministeriums-Mitteilung zur fünftägigen Tagung klar: Gesunde Meere seien "für uns Menschen überlebenswichtig". "Deshalb müssen wir vom Reden ins Handeln kommen und dem Meeresschutz viel höhere Priorität einräumen."

Knapp 30 Staats- und Regierungschefs, weitere Politiker sowie Wissenschaftler, zum Teil sehr junge Aktivisten und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen werden bis Freitag darüber diskutieren, wie die Ressourcen der Weltmeere besser geschützt und möglichst nachhaltig genutzt werden können.

Meeresschutz ist Klimaschutz

"Wenn wir das Zerstören der Meere nicht beenden, gefährden wir nicht nur wunderbare Naturschätze, sondern auch unsere eigenen Lebensgrundlagen. Meeresschutz hilft uns im Kampf gegen die Klimakrise, die Verschmutzungskrise und das Artenaussterben", sagte Lemke. Die Grünen-Politikerin meint, man müsse "übergreifender denken und den Schutz der Meere und Ozeane sowie die natur- und umweltverträgliche Nutzung miteinander in Einklang bringen".

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Dankbare Mareile Höppner zeigt sich im Badeanzug
Mareile Höppner: Die Moderatorin wechselt von der ARD zu RTL.


Die Ministerin betonte, dass Deutschland zur Stärkung des Schutzes der Meere eine nationale Strategie erarbeite: "Eine eigene Unterabteilung Meeresschutz innerhalb des Ministeriums befindet sich gerade im Aufbau." Zudem werde noch in diesem Sommer der erste Meeresbeauftragte der Bundesregierung seine Arbeit aufnehmen.

Aber nationale Initiativen sowie die Fortschritte der letzten Jahre seien bei weitem nicht genug, warnte Guterres. "Wir müssen viel mehr tun, wir alle." Er rief zu weltweiten Anstrengungen auf und forderte "drastische Maßnahmen" vor allem zur Bekämpfung der Meeresverschmutzung mit Kunststoffen.

Riesige Plastikinseln im Pazifik

Die größte Plastikinsel im Pazifik sei bereits so groß wie Frankreich, Plastikteilchen seien inzwischen in entlegensten Ecken zu finden. 2021 seien beim Anstieg des Meeresspiegels, der Erwärmung und der Versauerung der Meere und bei Treibhausgaskonzentrationen neue Rekordwerte erreicht worden.

Wie Lemke forderte auch die Umweltschutzorganisation WWF anlässlich des Auftakts der UN-Konferenz "Taten" anstelle von "Ankündigungen und Versprechungen". Heike Vesper, Leiterin Meeresschutz bei WWF Deutschland, sagte, die Weltgemeinschaft müsse "einen konsequenten politischen Kurswechsel zugunsten der Meere vollziehen". Nach Ansicht des WWF muss die Konferenz "vor allem bei den laufenden Verhandlungen zum Abkommen über den Schutz der Hohen See und der Unterschutzstellung von 30 Prozent der Meeresfläche bis 2030 sowie für ein Moratorium für Tiefseebergbau Fortschritte bringen".

Am Freitag soll eine "Erklärung von Lissabon" mit "innovativen, wissenschaftlich fundierten Lösungsvorschlägen" veröffentlicht werden. Umweltschützer äußerten sich derweil skeptisch, weil keine bindenden Vereinbarungen getroffen werden sollen.

Meere entscheidender Faktor des Klimasystems

Nach der ersten Tagung 2017 in New York findet die zweite Ozeankonferenz wegen Corona mit zweijähriger Verspätung statt. Neben Guterres und Lemke nehmen an der Versammlung nach amtlichen Angaben unter anderem Ex-US-Außenminister John Kerry und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teil.

Auch der britische Premier Boris Johnson wolle möglicherweise vorbeischauen. Sportstars wie die weltbeste Riesenwellen-Surferin Maya Gabeira sind auch mit dabei. Ungeachtet des russischen Angriffskriegs haben sich zudem sowohl Vertreter Russlands als auch der Ukraine angesagt.

Die Weltmeere bedecken mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche und beherbergen über 80 Prozent des Lebens auf der Erde. Für Milliarden Menschen sind sie Arbeits- und Ernährungsgrundlage. Die Ozeane sind außerdem ein entscheidender Bestandteil des globalen Klimasystems.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Bündnis 90/Die GrünenFrankreichKlimawandel
Justiz & Kriminalität




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website