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Ex-LKA-Chef Rüdiger Butte im eigenen Büro erschossen


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Ex-LKA-Chef erschossen

Von dpa, afp
Aktualisiert am 26.04.2013Lesedauer: 3 Min.
Rüdiger Butte, Landrat und Ex-LKA-Chef von Niedersachen, ist in seinem Büro erschossen worden.
Rüdiger Butte, Landrat und Ex-LKA-Chef von Niedersachen, ist in seinem Büro erschossen worden. (Quelle: dpa-bilder)
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Ein Rentner hat in Hameln erst den Landrat Rüdiger Butte (SPD) und anschließend sich selbst erschossen. Seine Bluttat hatte der 74-Jährige wohl länger geplant. Das Motiv gibt der Polizei derzeit noch Rätsel auf.

Laut Polizei fielen die tödlichen Schüsse am Vormittag gegen 10.30 Uhr in Buttes Büro. Die Tat sei geplant gewesen, die Schüsse wurden sehr gezielt abgegeben. "Ganz Hameln steht unter Schock", sagte Stadtsprecher Thomas Wahmes. Die Nachricht vom gewaltsamen Tod des 63-jährigen Butte habe sich am Freitag wie ein Lauffeuer verbreitet.


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Täter soll Waffennarr gewesen sein

Der 74-Jährige habe sich zunächst im Landratsbüro angemeldet und das Zimmer des Verwaltungschefs dann nach Aufforderung betreten, sagte ein Polizeisprecher. Dann habe der Mann nach den bisherigen Ermittlungen mehrere Schüsse auf den Landrat abgefeuert. Die Tatwaffe sei ein Revolver gewesen.

Der verheiratete Politiker und Vater von zwei Kindern hatte keine Chance und starb noch in seinem Büro. Augenzeugen für das Verbrechen gibt es keine. Nach der Tat habe der 74-Jährige sich selbst erschossen.

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Der Todesschütze war mehrfach vorbestraft. Der Mann sei wegen verschiedener Delikte aufgefallen, sagte Göttingens Polizeipräsident Robert Kruse. 2009 war er wegen Verstößen gegen das Waffengesetz verurteilt worden. Die Erlaubnis zum Tragen einer Waffe war ihm bereits 1988 entzogen worden. Auch wegen anderer Delikte war der Mann der Polizei bekannt, unter anderem wegen Körperverletzung.

Angestellte schließen sich ein

Nach Angaben der Polizei hatte der 74-Jährige vor der Tat tagelang versucht, einen Termin beim Landrat zu erhalten. Am Freitag sei es schließlich zu einem Treffen gekommen. Für den Todesschützen war es offenbar kein Problem, in die Nähe des Landrates zu kommen. Im Kreishaus gibt es nach Angaben der Polizei keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen. Jedermann habe freien Zugang zu dem Verwaltungsgebäude.

Die Sprecherin des Landkreises Hameln-Pyrmont, Sandra Lummitsch, hörte die Schüsse in einem benachbarten Büro. Lummitsch berichtet, anschließend sei die Vorzimmerdame des Landrats in ihr Büro gelaufen und habe gerufen: "Etwas Schreckliches ist passiert."

Die Sprecherin setze einen Notruf an die Polizei ab. Danach habe sie sich mit der Kollegin im Büro eingeschlossen. Der Täter sei ihr bisher nicht bekannt gewesen, sagte die Kreissprecherin.

Hintergründe bislang unklar

Einzelheiten zum Motiv sind noch nicht bekannt. Allerdings hatte der Täter laut Polizei "verwaltungstechnische Auseinandersetzungen" mit dem Kreis. Dabei soll es ebenfalls um Waffen und den entzogenen Waffenschein des Rentners gegangen sein.

In dem Gebäude sind neben der Kreisverwaltung unter anderem auch die Ausländerbehörde und das Sozialamt untergebracht. Die Polizei richtete eine Ermittlungsgruppe ein und zog zahlreiche Spezialisten hinzu.

Opfer hinterlässt zwei Kinder und fünf Enkel

Der Tod des von Butte löste Trauer und Entsetzen aus. "Ich bin tief betroffen", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Rüdiger Butte sei ein "wunderbarer Mensch" gewesen, "immer freundlich, zugewandt und motivierend". Weil betonte, er werde Butte "immer dankbar sein" für dessen Einsatz als Chef des Landeskriminalamtes und als Landrat. Das Mitgefühl der Landesregierung sei bei Buttes Frau und dessen Familie.

"Mir fehlen die Worte nach solch einer grausamen Tat", sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) nach Ministeriumsangaben. Butte sei ein gradliniger, kompetenter und erfahrener Kommunalpolitiker sowie ein ausgewiesener Kriminalist und allseits geschätzter Kollege in der Polizei gewesen.

Der 63 Jahre alte Butte war seit 2005 Landrat von Hameln-Pyrmont. Zuvor war er vier Jahre lang Direktor des Landeskriminalamtes in Niedersachsen gewesen.

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  • Anna Aridzanjan
Von Anna Aridzanjan
GöttingenHamelnPolizeiSPD
Justiz & Kriminalität




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