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Anschlag auf ukrainischen Abgeordneten in Kiew – ein Toter

Ein Toter bei Explosion  

Anschlag auf ukrainischen Abgeordneten in Kiew

26.10.2017, 07:36 Uhr | dpa , AFP , t-online.de

Anschlag auf ukrainischen Abgeordneten in Kiew – ein Toter. Tödliche Überfälle auf Politiker und Journalisten nehmen in der Ukraine zu. (Quelle: dpa/Hendrik Schmidt/Symbolbild)

Tödliche Überfälle auf Politiker und Journalisten nehmen in der Ukraine zu. (Quelle: Hendrik Schmidt/Symbolbild/dpa)

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist ein Bombenanschlag auf den nationalistischen ukrainischen Parlamentsabgeordneten Igor Mossijtschuk verübt worden. Bei der Explosion des Sprengsatzes starb ein Leibwächter des Politikers.

Drei weitere Menschen, darunter Mossijtschuk selbst, seien verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte Innenministerberater Anton Geraschtschenko mit. Am Mittwoch sei ein Sprengsatz an einem geparkten Motorrad am Ausgang eines TV-Senders gezündet worden, als die Gruppe um Mossijtschuk hinausging.

Der 45-Jährige ist Mitglied der nationalistischen Radikalen Partei und sitzt seit 2014 im Parlament. 2015 war er in einen Bestechungsskandal verwickelt. Vorher war er vor allem durch aufgefallen, weil er sich radikal über politische Gegner geäußert hatte. Parteichef Oleg Liaschko bezeichnete die Explosion als "versuchten Mordanschlag auf Mosijtschuk". Dieser stehe "im direkten Zusammenhang mit seinen beruflichen Aktivitäten und politischen Ansichten", schrieb Liaschko auf seiner Facebookseite. "Das ist eindeutig das Werk des Geheimdienstes unseres Feindes", fügte er hinzu und nahm damit offenkundig Bezug auf Russland.

Tödliche Überfälle auf Politiker und Journalisten

In der Ukraine wurden seit Juli 2016 der bekannte Journalist Pawel Scheremet und drei Geheimdienstmitarbeiter bei Bombenanschlägen getötet. Zudem wurden in Kiew im März dieses Jahres der ehemalige russische Abgeordnete Denis Woronenkow und im April 2015 der prorussische Publizist Oles Busina auf offener Straße erschossen.

Die Behörden vermuten regelmäßig russische Geheimdienste als Drahtzieher. Moskauer Behörden dementieren eine Verwicklung. Das Verhältnis von Russland und der Ukraine ist seit dem Sturz Janukowitschs extrem gespannt. Die ukrainische Regierung und die EU werfen Russland vor, die gegen Kiew kämpfenden Rebellen in der Ostukraine militärisch zu unterstützen, was Moskau bestreitet.

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