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Drei Menschen mitten in Mexiko-Stadt erschossen

Mariachi-Massaker  

Drei Menschen mitten in Mexiko-Stadt erschossen

15.09.2018, 15:36 Uhr | AFP

Drei Menschen mitten in Mexiko-Stadt erschossen. Weiträumige Absperrung auf dem Garibaldi-Platz in Mexiko-Stadt: Am Freitagabend haben als Mariachis verkleidete Männer das Feuer auf die Menschen auf dem Platz eröffnet. Drei Menschen wurden getötet, sieben wurden verletzt.   (Quelle: imago images/El Universal/ZUMA Press)

Weiträumige Absperrung auf dem Garibaldi-Platz in Mexiko-Stadt: Am Freitagabend haben als Mariachis verkleidete Männer das Feuer auf die Menschen auf dem Platz eröffnet. Drei Menschen wurden getötet, sieben wurden verletzt. (Quelle: El Universal/ZUMA Press/imago images)

Am Freitag spielen sich in Mexiko-Stadt Szenen wie aus einem Mafia-Film ab – als Mariachis verkleidete Angreifer schießen auf einem der beliebtesten Plätze der Stadt um sich.

Auf einem bei Touristen und Einheimischen beliebten Platz im Zentrum von Mexiko-Stadt haben als Mariachi-Musiker verkleidete Männer drei Menschen erschossen und sieben verletzt. Der Angriff auf dem Garibaldi-Platz in der Metropole ereignete sich kurz vor 22.00 Uhr (Ortszeit) am Freitagabend, wie die Polizei mitteilte. Auf dem für seine traditionelle Mariachi-Musik bekannten Platz waren, auch wegen der Unabhängigkeitsfeierlichkeiten in Mexiko, zum Zeitpunkt des Überfalls zahlreiche Menschen unterwegs. Das Motiv für die Bluttat ist unklar.

Die Angreifer kamen den Angaben der Polizei zufolge auf Motorrädern und konnten flüchten. Sie schossen demnach "mit Kurz- und Langwaffen" auf die Menschen. Etwa 60 Patronenhülsen wurden danach gefunden. Der Platz und die an ihm liegenden Restaurants und Bars, die an Wochenenden voller Menschen sind, wurden geräumt.

Videobildern zufolge, die den Platz nach dem Angriff zeigten, hatten viele Menschen den Angriff offenbar gar nicht mitbekommen. Sie hielten sich weiter auf dem Platz auf und hörten Mariachi-Bands zu, die ihre Dienste dort auch für Partys oder Feierlichkeiten anbieten.

Für Mexiko-Stadt ungewöhnliches Attentat

Mexiko-Stadt blieb bisher im Vergleich zu anderen Städten in dem lateinamerikanischen Land weitgehend von solch brutalen Attacken verschont, die meist mit den Bandenkriegen von Drogenhändlern zusammenhängen. In letzter Zeit hatte es in der Hauptstadt aber vermehrt Schießereien und Morde gegeben, allerdings eher am Stadtrand oder in berüchtigten Vierteln.

In der Nähe des Garibaldi-Platzes liegt das Viertel Tepito, in dem eine Drogenbande aktiv ist, die als die mächstigste in Mexiko-Stadt gilt. Ihr mutmaßlicher Anführer wurde im August festgenommen. Die Bande soll auch mit dem berüchtigten Kartell Jalisco Nueva Generación zusammenarbeiten, das für zahllose Bluttaten im Land verantwortlich gemacht wird. In Mexiko sind durch Gewalttaten der organisierten Kriminalität seit Ende 2006 mindestens 200.000 Menschen getötet worden.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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