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Frankreichs Polizei fasst "Helikopter-Ausbrecher" Redoine Faïd

Burka führt Fahnder auf Spur  

Frankreichs Polizei fasst "Helikopter-Ausbrecher"

04.10.2018, 08:48 Uhr | dpa

Frankreichs Polizei fasst "Helikopter-Ausbrecher" Redoine Faïd. Flucht per Helikopter: Porträt des französischen Kriminellen Redoine Faïd auf der Interpol-Website. (Quelle: AP/dpa/INTERPOL)

Porträt des französischen Kriminellen Redoine Faïd auf der Interpol-Website. (Quelle: INTERPOL/AP/dpa)

Gangster klauen einen Hubschrauber und befreien mit ihm Frankreichs wohl bekanntesten Kriminellen aus dem Gefängnis. Die filmreife Flucht von Redoine Faïd sorgte für Schlagzeilen – doch nun ist sie zu Ende.

Drei Monate nach seiner spektakulären Helikopterflucht aus einem französischen Gefängnis hat die Polizei den bekannten Kriminellen Redoine Faïd gefasst. Der 46-Jährige und sechs weitere Menschen wurden festgenommen, berichtete Staatsanwalt François Molins.

Bei der Fahndung wurde auch eine junge Frau überwacht. Sie nahm mit dem Auto einen mit einer Burka bekleideten Menschen mit, "dessen Aussehen vermuten ließ, dass es sich um einen Mann handelte", sagte der Chef-Ermittler.

Faïd wurde am frühen Mittwochmorgen in der Gemeinde Creil nördlich von Paris gefasst. Es gab keine Zwischenfälle, obwohl der Ausbrecher einen geladenen Revolver in Reichweite liegen hatte. Die Fahnder nahmen an Ort und Stelle auch Faïds Bruder, einen Neffen und eine Frau fest. Ermittler stellten unter anderem zwei Burkas – also Ganzkörperschleier – und eine automatische Waffe vom Typ Uzi sicher.

Flucht per Hubschrauber aus dem Gefängnishof

Der schon mehrfach zu Freiheitsstrafen verurteilte Faïd war am 1. Juli aus einem Gefängnis südöstlich der französischen Hauptstadt ausgebrochen. Bewaffnete Komplizen hatten einen Hubschrauber in ihre Gewalt gebracht und waren damit in einen Hof der Einrichtung gelangt. Der Ausbruch dauerte nur wenige Minuten, niemand wurde verletzt.

Faïd war im Jahr 2013 schon einmal aus dem Gefängnis ausgebrochen. Damals hatte er vier Aufseher als Geiseln genommen. Im vergangenen April hatte ein Gericht Faïd wegen seiner mutmaßlichen Rolle beim vereitelten Plan für einen Raubüberfall im Jahr 2010 zu 25 Jahren Haft verurteilt. Bei einer Verfolgungsjagd war damals eine Polizistin getötet worden.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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