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Colorado: Jugendliche schießen in Schule um sich – ein Toter

US-Bundesstaat Colorado  

Jugendliche schießen in Schule um sich – ein Toter

08.05.2019, 08:43 Uhr | dpa, rtr

 (Quelle: Reuters)
Jugendliche schießen in Schule um sich – ein Toter

Bei einer Schießerei an einer Schule im Bundesstaat Colorado kam mindestens ein Schüler ums Leben, weitere wurden verletzt.

Colorado in den USA: Bei einer Schießerei an einer Schule kam mindestens ein Schüler ums Leben. (Quelle: Reuters)


Erst im vergangenen Monat jährte sich das Massaker an der Columbine Highschool. Nun fallen in einer nahe gelegenen Schule Schüsse – und wieder werden Schüler zum Ziel eines Angriffs.

Ein 18-jähriger Schüler ist durch Schüsse an einer Schule im US-Bundesstaat Colorado getötet worden. Sieben weitere Schüler seien verletzt worden, mehrere von ihnen schwebten in Lebensgefahr, sagte der Sheriff Tony Spurlock. Vier Verletzte seien wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, fügte er später hinzu. Die Verletzten seien 15 Jahre und älter. 

Die beiden mutmaßlichen Täter wurden den Angaben zufolge festgenommen. Der volljährige Junge und das minderjährige Mädchen seien selbst Schüler der betroffenen Schule in Highlands Ranch südlich von Denver. Derzeit liefen intensive Untersuchungen an der Schule, sagte Spurlock. Unter anderem müssten Hunderte Schüler befragt werden.

Die betroffene Schule ist nur knapp neun Kilometer Luftlinie von der Columbine Highschool in Littleton in Jefferson County entfernt, wo sich im vergangenen Monat ein Schulmassaker zum 20. Mal jährte. Am 20. April 1999 hatten an der Columbine Highschool zwei bewaffnete Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen, anschließend töteten sie sich selbst. 24 Menschen wurden verletzt.

Die Schule in Highlands Ranch umfasst einen Kindergarten sowie die Klassen eins bis zwölf und wird von rund 1.800 Schülern besucht. Eine Polizeisprecherin sagte, die Polizei sei alarmiert worden, nachdem kurz vor 14 Uhr (Ortszeit/22 Uhr MESZ) in den mittleren Klassen Schüsse gefallen seien. Eine Polizeidienststelle befinde sich in unmittelbarer Nähe der Schule. Sheriff Spurlock sagte, Polizisten seien innerhalb von zwei Minuten an der Schule gewesen.

 "Wir hatten sie auf keinem Radar"

Auf die Frage, ob die mutmaßlichen Täter bereits zuvor aufgefallen seien, sagte der Sheriff: "Wir hatten sie auf keinem Radar." Bei allen Verletzten handle es sich um Schüler. Lehrer oder anderes Schulpersonal seien nicht betroffen. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an. Spurlock sagte: "Das ist ein furchtbares Ereignis." In den USA kommt es immer wieder zu Angriffen in Schulen – auch wegen der laxen Waffengesetze. Schusswaffen sind leicht zu beschaffen.

Das Weiße Haus teilte mit, man bete für die Betroffenen des Angriffs. Präsident Donald Trump sei über den Vorfall informiert worden. "Tragischerweise kennen diese und die umgebenden Gemeinden diese hasserfüllten und furchtbaren Gewalttaten nur zu gut."



Vor dem Jahrestag des Columbine-Schulmassakers im vergangenen Monat waren aus Angst vor einem möglichen Angriff einer verdächtigen 18-Jährigen die Columbine Highschool und zahlreiche andere Schulen im Großraum Denver geschlossen worden. Die Verdächtige wurde später tot aufgefunden. Sie war vor dem Jahrestag von Miami nach Colorado gereist und hatte sich nach der Ankunft eine Schusswaffe und Munition gekauft. Die Polizei hatte fieberhaft nach der 18-Jährigen gesucht, die vom FBI als "bewaffnet und gefährlich" eingestuft worden war.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters

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