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Spezialeinsatz in der Nacht – Clan-Chef Ibrahim Miri abgeschoben

Von dpa, pdi

Aktualisiert am 12.07.2019Lesedauer: 2 Min.
Ein Spezialeinsatzkommando (Symbolbild): Ein fĂŒhrendes Mitglied des libanesischen Miri-Clans wurde in der Nacht zum Mittwoch abgeschoben.
Ein Spezialeinsatzkommando (Symbolbild): Ein fĂŒhrendes Mitglied des libanesischen Miri-Clans wurde in der Nacht zum Mittwoch abgeschoben. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Es war offenbar eine Nacht-und-Nebel-Aktion. SpezialkrĂ€fte haben ein Mitglied des berĂŒchtigten Miri-Clans festgenommen. Stunden spĂ€ter ist er im Libanon.

Die Behörden haben einen der fĂŒhrenden Köpfe des libanesischen Miri-Clans aus Bremen, Ibrahim Miri, abgeschoben. "Die besagte Person war ausreisepflichtig und wurde abgeschoben", sagte eine Sprecherin der Innenbehörde am Mittwoch auf Anfrage. Aus ĂŒbergeordneten Sicherheitsinteressen, die die Mitarbeiter der beteiligten Behörden betrĂ€fen, werde man nichts weiter dazu sagen.

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass der Mann in der Nacht zu Hause festgenommen und anschließend in den Libanon abgeschoben worden sei. Der 46-JĂ€hrige sei nach monatelanger Planung bei einer geheimen Operation der Bremer und Berliner Behörden gemeinsam mit den Bundesbehörden festgenommen worden.

Schwerbewaffnete SpezialkrĂ€fte hĂ€tten um 3.40 Uhr die Unterkunft des Mannes betreten, der seit ĂŒber 13 Jahren ausreisepflichtig sei. Nach der Festnahme wurde er laut "Bild" mit einem Hubschrauber von Bremen zum Flughafen Berlin-Schönefeld gebracht und von dort um 6.20 Uhr in Begleitung von Elitepolizisten in den Libanon geflogen.

Dem vor allem in Bremen ansĂ€ssigen Miri-Clan wird in unterschiedlichsten Bereichen organisierte KriminalitĂ€t vorgeworfen. Das nun abgeschobene Familienmitglied war zeitweise PrĂ€sident eines Rocker-Clubs und wurde nach Angaben der "Bild"-Zeitung 2014 zu einer sechsjĂ€hrigen Haftstrafe wegen bandenmĂ€ĂŸigen Drogenhandels verurteilt.

Betrug, Erpressung, EinbrĂŒche, Drogenhandel

Bund und LĂ€nder hatten erst vor drei Wochen bei der Innenministerkonferenz erklĂ€rt, den Druck auf kriminelle Clan-Mitglieder in Deutschland erhöhen zu wollen. Dabei hatte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) gesagt, dass er versuchen wolle, einzelne Kriminelle in den Libanon abzuschieben. Er habe mit den libanesischen Behörden wĂ€hrend eines kĂŒrzlich erfolgten Besuchs in Beirut darĂŒber gesprochen, "welche Möglichkeit besteht, Aufenthaltsbeendigung umzusetzen".


Die meisten Familienclans, die in Berlin, Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durch Betrug, Erpressung, EinbrĂŒche, Drogenhandel und andere kriminelle Machenschaften auffallen, sind arabischer oder kurdischer Herkunft. Sie hatten vor ihrer Einwanderung nach Deutschland vorwiegend im Libanon oder in der TĂŒrkei gelebt.

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