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Berlin: Polizist vergewaltigt Sexarbeiterin – Haftstrafe

Urteil in Berlin  

Polizist vergewaltigt Sexarbeiterin – lange Haftstrafe

25.02.2020, 19:18 Uhr | dpa

Berlin: Polizist vergewaltigt Sexarbeiterin – Haftstrafe. Landgericht Berlin: Das Urteil blieb hinter den Forderungen der Staatsanwaltschaft zurück – diese hatte acht Jahre Haft gefordert (Symbolbild).  (Quelle: imago images/STPP)

Landgericht Berlin: Das Urteil blieb hinter den Forderungen der Staatsanwaltschaft zurück – diese hatte acht Jahre Haft gefordert (Symbolbild). (Quelle: STPP/imago images)

Im Dezember 2018 lässt ein Berliner Polizeibeamter seinen Frust auf brutale Weise an einer Sexarbeiterin aus und vergewaltigt sie schwer. Nun ist der 46-Jährige schuldig gesprochen worden. 

Ein Berliner Polizeibeamter ist nach einem brutalen Angriff auf eine Sexarbeiterin zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 46-Jährige habe die damals 24 Jahre alte Frau in einem Auto massiv geschlagen, gewürgt und zu nicht vereinbarten Sexualpraktiken gezwungen, begründete das Landgericht. "Sie hatte Todesangst, war vielfachen Übergriffen ausgesetzt und wurde erheblich verletzt." Der Angeklagte habe "offenbar seinen Frust an der Frau ausgelassen." Er sei der besonders schweren Vergewaltigung sowie des Vortäuschens einer Straftat schuldig.

Der Familienvater sei damals wegen einer Affäre seiner Ehefrau "sehr verletzt" gewesen, hieß es weiter im Urteil. Nachdem er in der Nacht zum 14. Dezember 2018 mit einem Bekannten Alkohol getrunken hatte, habe er sich ein Mietauto genommen und die Sexarbeiterin in Berlin-Tiergarten angesprochen. Sie hätten Geschlechtsverkehr für die Dauer von maximal 20 Minuten gegen 50 Euro vereinbart. 

Freund befreite die 24-Jährige

Als die Frau ins Auto gestiegen war, habe er plötzlich begonnen, sie zu schlagen, sagte die vorsitzende Richterin. Er habe an der sich wehrenden Frau besonders erniedrigende Handlungen vorgenommen und mit den Misshandlungen erst aufgehört, als der Freund der 24-Jährigen die Scheibe des Fahrzeugs eingeschlagen habe. Der Angeklagte sei geflohen und habe kurz darauf den Notruf der Berliner Polizei gewählt. Er habe behauptet, ein "südländischer Mann" habe ihn angegriffen.

Der Polizist befindet sich seit 13 Monaten in Haft. Im Prozess, der im Juni 2019 begann, hatte er geschwiegen. Seine beiden Anwältinnen hatten auf Freispruch plädiert. Die Staatsanwältin hatte acht Jahre Gefängnis verlangt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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