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Vermisstenfall Madeleine "Maddie" McCann: "Wir gehen von ihrem Tod aus"

Deutscher ist Tatverdächtiger  

Staatsanwaltschaft: Wir gehen vom Tod Maddies aus

04.06.2020, 15:57 Uhr | dpa, t-online.de, to, ds

Vermisstenfall Madeleine "Maddie" McCann: "Wir gehen von ihrem Tod aus". Maddie McCann und ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft: Die ermittelnde Behörde geht mittlerweile vom Tod des Mädchens aus.  (Quelle: imago images/Collage: t-online.de)

Maddie McCann und ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft: Die ermittelnde Behörde geht mittlerweile vom Tod des Mädchens aus. (Quelle: Collage: t-online.de/imago images)

Die Ermittlungen im Fall der verschwundenen "Maddie" McCann laufen wieder auf Hochtouren. Die Polizei verdächtigt einen Deutschen, das Mädchen getötet zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig geht davon aus, dass die vor rund 13 Jahren in Portugal verschwundene, damals dreijährige Madeleine "Maddie" McCann, tot ist. Die Ermittlungen gegen einen 43-jährigen Deutschen würden wegen Mordverdachts geführt. "Wir gehen davon aus, dass das Mädchen tot ist", sagte der Sprecher der Behörde, Hans Christian Wolters, am Donnerstag vor Journalisten in Braunschweig. Weitere Details zu den Tatvorwürfen nannte die Staatsanwaltschaft nicht. 

Auch Scotland Yard äußerte sich am Mittwochabend zu dem Fall. Besonderes Augenmerk lenken die britischen Ermittler auf zwei Fahrzeuge, die der Verdächtige benutzt haben soll. Es geht um einen Caravan vom Typ VW T3 Westfalia mit portugiesischem Nummernschild, in dem der Mann zeitweise gewohnt haben soll, und einen Jaguar, Modell XJR 6, mit einem deutschen Kennzeichen. Am Tag nach Maddies Verschwinden sei der Jaguar auf einen neuen Halter umgemeldet worden.

VW T3 Westfalia und Jaguar XJR 6: Mit diesen Fahrzeugen war der Mordverdächtige im Raum Lagos in Portugal unterwegs, als Maddie verschwand. Der Mann lebte zu dieser Zeit von Gelegenheitsjobs und Einbrüchen, so die Polizei. Den VW-Bus hatte er geliehen, der Halter wird nicht verdächtigt. (Quelle: BKA)VW T3 Westfalia und Jaguar XJR 6: Mit diesen Fahrzeugen war der Mordverdächtige im Raum Lagos in Portugal unterwegs, als Maddie verschwand. Der Mann lebte zu dieser Zeit von Gelegenheitsjobs und Einbrüchen, so die Polizei. Den VW-Bus hatte er geliehen, der Halter wird nicht verdächtigt. (Quelle: BKA)

An dem Abend, als Maddie verschwand, soll der Verdächtige zudem einen Anruf von einer Nummer mit portugiesischer Ländervorwahl erhalten haben. Sie lautet: +351 912 730 680. "Ermittler glauben, dass die Person, die diesen Anruf getätigt hat, ein höchst wichtiger Zeuge ist, und sie rufen dazu auf, in Kontakt zu treten", heißt es in der Scotland-Yard-Mitteilung.

Maddie wird seit 2007 vermisst

Das damals dreijährige Mädchen war am 3. Mai 2007 aus einer Appartementanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden. Die Eltern waren zu der Zeit in einem nahe gelegenen Restaurant essen. Das ungeklärte Schicksal des Mädchens hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Die Ermittler waren von einer Entführung ausgegangen. Zeitweise standen auch die Eltern selbst unter Verdacht. Der Fall war am Mittwochabend wie schon früher wieder Thema in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst", in der um sachdienliche Hinweise gebeten wurde.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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