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Verdächtiger im Fall Maddie McCann will auf Bewährung raus


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Maddie-Verdächtiger bleibt vorerst in Haft

Von dpa, jmt

Aktualisiert am 16.06.2020Lesedauer: 2 Min.
Der Verdächtige im Fall Maddie: Der 43-jährige Deutsche Christian B. soll das Kind ermordet haben.
Der Verdächtige im Fall Maddie: Der 43-jährige Deutsche Christian B. soll das Kind ermordet haben. (Quelle: Carabinieri Milano)
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Der Verdächtige im Fall Maddie bleibt zunächst in Haft. Über seinen Bewährunsantrag ist weiterhin nicht entschieden. Ein Gericht hat sich nun für nicht zuständig erklärt.

Der Verdächtige im Fall muss bis auf Weiteres im Gefängnis bleiben. Sein Bewährungsantrag, über den t-online.de vergangene Woche berichtete, hat bislang keinen Erfolg gehabt. Derzeit verbüßt der Mann eine Haftstrafe für Drogenhandel in der Justizvollzugsanstalt Kiel. Dort hat sich nun das Landgericht für nicht zuständig erklärt.


Maddie: Die Chronologie der 13 Jahre langen Suche

13 Jahre nach dem Verschwinden Madeleine McCanns wird nun gegen einen Deutschen wegen Mordes ermittelt. Es ist die neueste Entwicklung im tragischen Fall Maddie.
3. Mai 2007: Madeleine verschwindet aus einer Ferienwohnung im portugiesischen Praia da Luz. Ihre Eltern, ein britisches Ärzte-Paar, hatten sie und ihre zwei Geschwister zu Bett gebracht und sich aus der Unterkunft entfernt, um unweit zu Abend zu essen.
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Demnach habe das Landgericht Braunschweig über den Antrag zu befinden, wo der Antrag Ende Mai zunächst gestellt worden war. Dort war der Mann in der Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel inhaftiert gewesen. Als er nach Kiel verlegt wurde, hatte das Gericht dann die Strafvollstreckungskammer in Kiel zuständig gesehen.

Vorstrafen und ein Verdacht

Der Gefangene steht im Verdacht, im Jahr 2007 die dreijährige Madeleine "Maddie" McCann aus einer Ferienanlage in Portugal entführt zu haben. Die Ermittler in Deutschland sind überzeugt, dass das Kind tot ist. Die britische Polizei geht hingegen auch nach 13 Jahren weiter von einem Vermisstenfall aus. Bis heute ist Maddie verschwunden.

Das Haus des Verdächtigen (l.) und Maddie: Der 43-Jährige hat ein langes Vorstrafenregister, doch könnte schon bald freikommen.
Das Haus des Verdächtigen (l.) und Maddie: Der 43-Jährige hat ein langes Vorstrafenregister, doch könnte schon bald freikommen. (Quelle: T-Online-bilder)

Der 43-Jährige ist vielfach vorbestraft, unter anderem mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern, wie t-online.de berichtete. Derzeit sitzt er in Kiel in Haft. Parallel ist gegen ihn wegen Vergewaltigungsvorwürfen eine Untersuchungshaft angeordnet. Zuletzt verurteilte ihn das Landgericht Braunschweig Ende 2019 wegen schwerer Vergewaltigung zu sieben Jahren Haft. Er hatte 2005, rund eineinhalb Jahre vor dem Verschwinden Maddies, in Praia da Luz eine damals 72-jährige Amerikanerin vergewaltigt. t-online.de hatte den Fall rekonstruiert.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Revision liegt beim Bundesgerichtshof. Zwar geht die Staatsanwaltschaft Braunschweig davon aus, dass der Mann die Untersuchungshaft antreten müsste, sollte seinen Bewährungsantrag erfolgreich. Vor Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist das allerdings noch nicht sicher.

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Verwendete Quellen
  • eigen Recherchen
  • Landgericht Kiel: Pressemitteilung vom 16.6.2020
  • mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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Von Lisa Becke
BraunschweigWolfenbüttel
Justiz & Kriminalität




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