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Foltergefängnis entdeckt – Ermittler nennen weitere Details

Von dpa, TiK

08.07.2020Lesedauer: 2 Min.
Niederlande: Ein Zahnarztstuhl steht in einem Container, die Beamten vermuten, dass darauf Menschen gefoltert werden sollten.
Niederlande: Ein Zahnarztstuhl steht in einem Container, die Beamten vermuten, dass darauf Menschen gefoltert werden sollten. (Quelle: /ap-bilder)
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In einer Lagerhalle hat die niederländische Polizei ein Gefängnis aus Schiffscontainern entdeckt – samt Folterzelle. Jetzt glaubt die Polizei zu wissen, wer die Anlage eingerichtet hat.

Hinter der in den Niederlanden entdeckten Folterkammer in einem Container steckt nach ersten Ermittlungen eine Drogenbande. Der Hauptverdächtige ist nach Polizeiangaben ein 40-jähriger Mann aus Den Haag. Er gehöre einer der führenden Drogenbanden des Landes an, berichteten niederländische Medien am Mittwoch. Die Polizei hatte am Vortag Bilder von sieben Seecontainern veröffentlicht, die zu Zellen und einer Folterkammer umgebaut waren.

Der 40-Jährige war seit April wegen des Verdachts auf Drogenhandel und der Vorbereitung eines Mordes ins Visier der Ermittler geraten. Dabei war auch die Lagerhalle im Ort Wouwse Plantage in der südlichen Provinz Brabant entdeckt worden, in der die Container aufgestellt waren. Sechs Personen waren den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge bereits vor zwei Wochen unter dem Verdacht der geplanten Entführung und Geiselnahme festgenommen worden.

Folterkammer von Kriminellen schockiert Niederländer

Die Ermittler hatten nach eigenen Angaben zugegriffen, bevor die Räume benutzt worden waren. Sechs waren eingerichtet als Gefängniszellen, schallisoliert mit WC und Handschellen an Decken und Böden. In einem der Container waren ein Zahnarztstuhl und zahlreiche Folterinstrumente gefunden worden.

Mögliche Opfer der Bande sollen ebenfalls der Unterwelt angehören. "Das Bild der Seecontainer ist eiskalt und sehr schockierend", hieß es am Dienstag von der Staatsanwaltschaft. "Einen siebten Seecontainer nannten die Verdächtigen das ,Behandelzimmer'", ganz offensichtlich gedacht und fertig eingerichtet, um Menschen zu foltern." Sie sehen die Aufnahmen der Erstürmung und der Anlagen vor Ort oben im Video oder hier. Die Entdeckung der umgebauten Zellen und des Folterraumes schockte viele Niederländer: "Das ist doch eine neue Dimension auch bei Kriminiellen", sagte ein Polizeisprecher.

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Bande wollte sich wohl als Polizei-SEK ausgeben

Die Kriminalpolizei war der Bande über das Abfangen von Telefon- und Chatgesprächen auf die Spur gekommen. Die Verdächtigen hatten nach Angaben der Polizei über das inzwischen geschlossene Netzwerk EncroChat unverblümt über Entführungen und Folterungen gechattet. Erst vor wenigen Tagen hatte die europäische Justizbehörde Eurojust berichtet, dass die Polizei das Netzwerk geknackt habe und somit ein großer Schlag gegen die organisierte Kriminalität in Europa gelungen sei.

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Offensichtlich wollte die Bande sich bei den Entführungen als Sonderkommando der Polizei ausgeben. Denn die Ermittler fanden zahlreiche Waffen, Polizeiuniformen, Stoppschilder, Blaulichter und kugelwehrende Westen. Die Polizei hatte die potenziellen Opfer gewarnt. Sie konnten rechtzeitig untertauchen. Die genauen Hintergründe der geplanten Entführungen blieben vorerst unklar.

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  • Lars Wienand
Von Lars Wienand
Den HaagNiederlandePolizei
Justiz & Kriminalität




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