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Frankreich: Verprügelter französischer Busfahrer ist tot

Streit um Schutzmasken  

In Frankreich verprügelter Busfahrer ist tot

11.07.2020, 11:02 Uhr | AFP, mja, dpa

Frankreich: Verprügelter französischer Busfahrer ist tot. Erinnerung an Philippe Monguillot: Der Busfahrer wurde von zwei jungen Männern getötet. (Quelle: imago images/Hans Lucas)

Erinnerung an Philippe Monguillot: Der Busfahrer wurde von zwei jungen Männern getötet. (Quelle: Hans Lucas/imago images)

Am Sonntag wurde ein Busfahrer in Frankreich brutal angegriffen, weil er zwei junge Männer zum Tragen einer Maske aufforderte. Im Krankenhaus wurde er für hirntot erklärt. Nun ist er gestorben.

Der nach einem brutalen Angriff für hirntot erklärte französische Busfahrer ist tot. "Wir haben beschlossen, ihn gehen zu lassen. Die Ärzte waren dafür und wir auch", teilte die Tochter von Philippe Monguillot, Marie, der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit. Die Ehefrau des 59-Jährigen, Véronique Monguillot, schrieb in Onlinenetzwerken: "Mein Mann ist um 17.30 Uhr gestorben, RIP meine Liebe."

Castex: "Verabscheuungswürdiges Verbrechen"

Der neue französische Innenminister Jean Castex kündigte eine harte Strafverfolgung an. Die Justiz werde "die Täter dieses verabscheuungswürdigen Verbrechens bestrafen". Auch andere französische Politiker rufen nach harten Strafen. "Dieser barbarische Akt erfordert die schärfsten Sanktionen gegen die vier Täter", forderte der konservative Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi. "Ich denke an seine Frau und seine Kinder und fordere schwere Strafen für diese Mörder", erklärte der konservative Abgeordnete Éric Ciotti. 

Zwei Männer hatten den Busfahrer am Sonntag im südwestfranzösischen Bayonne nach Angaben der Ermittler so heftig geschlagen und getreten, dass er im Krankenhaus für hirntot erklärt werden musste – offenbar aus völlig banalem Anlass: Der Fahrer hatte die Passagiere aufgefordert, wie vorgeschrieben Corona-Schutzmasken aufzusetzen.

Die französische Justiz hat zwei junge Männer wegen Totschlags beschuldigt. Zwei weiteren wird Beihilfe und unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Der Fall hatte international für große Anteilnahme gesorgt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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