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Fall Maddie McCann: Verdächtiger Christian B. vor Anhörung verletzt – Ermittlungen

Landgericht Braunschweig  

Verdächtiger im Fall Maddie vor Anhörung verletzt – Ermittlungen

17.11.2020, 14:52 Uhr | lw, t-online, dpa, AFP

Fall Maddie McCann: Verdächtiger Christian B. vor Anhörung verletzt – Ermittlungen. Ein Plakat von Maddie McCann: Das Mädchen verschwand bei einem Familienurlaub in Portugal. (Archivbild) (Quelle: imago images/imagebroker)

Ein Plakat von Maddie McCann: Das Mädchen verschwand bei einem Familienurlaub in Portugal. (Archivbild) (Quelle: imagebroker/imago images)

Im Fall Maddie soll der Verdächtige Christian B. zu einer Anhörung erscheinen. Dann kommt es im Landgericht Braunschweig zu einem Zwischenfall. Was genau geschah, wird jetzt ermittelt.

Eine Anhörung des deutschen Verdächtigen im Fall Maddie bekommt ein juristisches Nachspiel. Christian B. soll beim Anlegen von Fußfesseln im Landgericht Braunschweig am Montag eine Verletzung der Rippen erlitten haben, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Die genauen Umstände der Art und Weise der beabsichtigten Fesselung seien ebenso wie der dann folgende Geschehensablauf Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Der 43-Jährige musste offenbar in einer Klinik behandelt werden, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und "Bild" übereinstimmend berichteten. Die Polizei bestätigte auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa einen Einsatz im Landgericht, ohne weitere Details zu nennen.

Den Berichten zufolge habe sich der Mann in einer Gewahrsamszelle des Landgerichts Braunschweig zwei Rippen gebrochen. Sein Anwalt habe Strafanzeige wegen Körperverletzung im Amt gestellt. Er selbst habe sich lautstark mit den Justizbeamten auseinandergesetzt. Wie es zu dem Vorfall kam, blieb offen. Die Anhörung startete demnach zwei Stunden später als geplant. Bei dem Termin sei es um eine Anhörung bei der Strafvollstreckungskammer gegangen, sagte eine Gerichtssprecherin. Demzufolge handelte es sich um eine nicht-öffentliche Sitzung und es sei noch unklar, wann es ein Ergebnis gebe. 

Mögliche Aussetzung einer Reststrafe auf Bewährung

Das mysteriöse Verschwinden der kleinen Maddie schlägt seit dem Sommer hohe Wellen. Neue Aspekte drehen sich seitdem aber häufig nicht um den 13 Jahre alten Fall selbst, sondern eher um das Leben und die Straftaten des Verdächtigen – wie auch am Montag in Braunschweig.

Nach Angaben des Gerichts geht es bei der Anhörung um eine mögliche Aussetzung einer Reststrafe auf Bewährung. Die aktuelle Gefängnisstrafe in Kiel wegen Drogenhandels endet am 7. Januar. Sollte es eine positive Entscheidung für den Verurteilten geben, wird nicht mit einer Freilassung gerechnet. In diesem Fall dürfte nach Einschätzung der Gerichtssprecherin eine Untersuchungshaft in einem Vergewaltigungsfall greifen.

Verdächtiger wird der Vergewaltigung beschuldigt

Der Mann soll im Jahr 2005 – rund anderthalb Jahre vor dem Verschwinden der Britin Madeleine McCann – im portugiesischen Praia da Luz eine 72-Jährige vergewaltigt haben. Gegen das Braunschweiger Urteil vom Dezember 2019 zu sieben Jahren Haft hat der 43-Jährige Revision eingelegt, eine Entscheidung der BGH-Richter dazu ist noch nicht bekannt.

Anfang Juni hatten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig gemeinsam mitgeteilt, dass sie im Fall der vermissten Britin Madeleine McCann gegen einen mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter wegen Mordverdachts ermitteln. Das Mädchen war vor mehr als 13 Jahren kurz vor ihrem vierten Geburtstag in einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden – der Fall sorgt bis heute weltweit für Aufsehen.

Verwendete Quellen:

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