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Angst vor Corona: Post fürchtet Straße in Duisburg – und stellt nicht mehr zu

Angst vor Corona  

Post fürchtet Straße in Duisburg – und stellt nicht mehr direkt zu

01.05.2021, 17:06 Uhr | dpa

Angst vor Corona: Post fürchtet Straße in Duisburg – und stellt nicht mehr zu. Postwagen bei der Auslieferung (Symbolbild): Eine Sackgasse in Duisburg wird vorerst nicht mehr von der Post angefahren. (Quelle: imago images/Michael Gstettenbauer)

Postwagen bei der Auslieferung (Symbolbild): Eine Sackgasse in Duisburg wird vorerst nicht mehr von der Post angefahren. (Quelle: Michael Gstettenbauer/imago images)

Mitarbeiter werden bedrängt, Maskengebot und Mindestabstand ignoriert – so beschreibt die Post die Zustände in einer Straße des Duisburger Stadtteils Rheinhausen. Das Unternehmen hat bereits Konsequenzen gezogen. 

Aus Sorge vor Corona-Infektionen stellt die Deutsche Post seit Wochen in einer Sackgasse in einem Duisburger Viertel keine Sendungen mehr in die Hausbriefkästen zu. Die Situation für Zusteller sei durch distanzloses Verhalten vieler Anwohner, die zumeist auch keine Masken trügen, nicht mehr tolerabel gewesen, sagte die Sprecherin der Deutschen Post, Britta Töllner, der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "WAZ" berichtet.

Die Sackgasse im Duisburger Stadtteil Rheinhausen wird von Wohnblocks gesäumt. Seit Beginn der Corona-Pandemie seien die Transporter der Zusteller immer wieder von den Anwohnern umringt worden. Postmitarbeiter hätten nicht mehr aussteigen wollen und sich durch zu wenig Corona-Abstand bedrängt und durch fehlende Masken in ihrer Sicherheit gefährdet gefühlt, sagte Töllner weiter. Es habe zwar keine Übergriffe gegeben, vereinzelt sei es aber auch zu verbal aggressiv aufgeladenen Situationen gekommen.

Dolmetscher und Streetworker sollen helfen

Um ihre Mitarbeiter zu schützen, habe die Post daher die direkte Zustellung in die Häuser ausgesetzt, sagte Töllner. Die Menschen könnten ihre Briefe und Sendungen seit Februar in einer benachbarten Filiale abholen. "Viele machen von der Möglichkeit auch Gebrauch und nutzen dort unsere Bereitstellungsfächer", erklärte Töllner.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es den Postangaben nach Versuche gegeben, mithilfe von Dolmetschern und Streetworkern in dem Viertel für mehr Sicherheit und die Einhaltung der Schutzmaßnahmen gegen Corona zu werben. Bislang reiche die Folgewirkung der Interventionen aber noch nicht aus, um die Zusteller wieder in die Straße zu schicken, sagte Töllner. "Erst muss dauerhaft sichergestellt sein, dass sie nicht in Gefahr geraten."

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