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Tumult bei Pressekonferenz zu Schulmassaker in Texas

Von afp
Aktualisiert am 26.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Beto O'Rourke (rechts) steht vor dem Podium bei der Pressekonferenz zum Massaker in Uvalde.
Beto O'Rourke (rechts) steht vor dem Podium bei der Pressekonferenz zum Massaker in Uvalde. (Quelle: Veronica G. Cardenas/Reuters-bilder)
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Nach dem Schulmassaker in Uvalde ist es bei einer Pressekonferenz des texanischen Gouverneurs Greg Abott zu Tumulten gekommen. Sein Herausforderer Beto O'Rourke unterbrach die Rede. Die Polizei musste einschreiten.

Bei einer Pressekonferenz des texanischen Gouverneurs Greg Abbott zum Schulmassaker mit 21 Toten in der Kleinstadt Uvalde ist es zu Tumulten gekommen. Der demokratische Politiker und Gouverneurskandidat Beto O'Rourke machte Abbott am Mittwoch wegen dessen Haltung zum Waffenrecht für die Gewalttat mitverantwortlich: "Sie unternehmen nichts", sagte der frühere Präsidentschaftsbewerber an die Adresse des konservativen Gouverneurs. "Das ist Ihre Verantwortung."

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"Sie haben gesagt, das war nicht vorhersehbar, aber das war vollkommen vorhersehbar, wenn Sie sich entscheiden, nichts zu unternehmen", sagte O'Rourke, der zunächst im Publikum saß und dann zu der Bühne lief, auf der Abbott saß. O'Rourke, ein bekannter Verfechter strengerer Waffengesetze, wird Abbott bei den Gouverneurswahlen im November herausfordern.

Ein 18-Jähriger hatte am Dienstag an der Grundschule Robb Elementary School in Uvalde mit einem Sturmgewehr 19 Schulkinder und zwei Lehrerinnen erschossen. Er hatte nach Angaben von Gouverneur Abbott weder bekannte Vorstrafen, noch bekannte psychische Erkrankungen. Das schlimmste Schulmassaker in den USA seit zehn Jahren sorgte für Entsetzen und löste eine neue Debatte über das laxe Waffenrecht in dem Land aus.

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Zuspruch bei Twitter

Der Auftritt von O'Rourke sorgte fĂĽr groĂźe Aufregung, mehrere Polizisten schritten ein. Der BĂĽrgermeister von Uvalde, Don McLaughlin, forderte O'Rourke lautstark auf, den Saal zu verlassen. Er bezeichnete den Demokraten dabei sogar als "kranken ScheiĂźkerl", der das Schulmassaker politisch instrumentalisiere.

Der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat Joe Walsh verteidigte O'Rourke auf Twitter: "Beto O'Rourke und ich sind in der Waffenfrage überhaupt nicht auf derselben Seite, aber ich habe überhaupt kein Problem mit dem, was er heute getan hat. Manchmal muss man aus der Kiste heraustreten, um Leute aufzuwecken. Verzweifelte Zeiten erfordern verzweifelte Maßnahmen. Ich habe selbst viel davon gemacht."

Die Schauspielerin Bette Midler kommentierte das Verhalten des Gouverneurs und des Polizeichefs mit den Worten: "Schauen Sie, wie diese guten alten Jungs Angst vor Beto O’Rourke haben."

Abbott sprach nur über psychische Probleme von Tätern

Abbott hatte zuvor auf der Pressekonferenz bei der Frage nach den Ursachen für Schusswaffenattacken psychologische Probleme der Täter in den Mittelpunkt gestellt. Dieses Argument tragen konservative Politiker häufig vor, während Vertreter der Demokratischen Partei wie O'Rourke sich für strengere Waffengesetze einsetzen.

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