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Russland: Heißwasserleitung bricht in Herberge – fünf Menschen tot

Unglück in Russland  

Heißwasserleitung bricht in Herberge – fünf Menschen tot

20.01.2020, 10:05 Uhr | dpa

Russland: Heißwasserleitung bricht in Herberge – fünf Menschen tot. Heißer Dampf tritt aus der Herberge aus. Fünf Menschen starben, als sie von den heißen Wassermassen im Schlaf überrascht wurden.  (Quelle: imago images)

Heißer Dampf tritt aus der Herberge aus. Fünf Menschen starben, als sie von den heißen Wassermassen im Schlaf überrascht wurden. (Quelle: imago images)

Fünf Tote, drei Schwerverletzte. Im russischen Ural ist in einer Herberge eine Heißwasserleitung kaputt gegangen. Durch den Rohrbruch wurde das Gebäude mit kochend heißem Wasser geflutet. 

Mindestens fünf Menschen sind in Russland beim Bruch einer Heißwasserleitung in einer Herberge in Perm am Ural ums Leben gekommen. Drei weitere Personen wurden mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus behandelt, wie das zentrale russische Ermittlungskomitee in Moskau mitteilte. Durch den Rohrbruch sei der Keller der Herberge "Karamel" in einem Industrieviertel von Perm völlig mit siedendem Wasser überflutet worden.

Das Unglück ereignete sich demnach mitten in der Nacht, als die Gäste schliefen. Sie erlitten schwere Verbrühungen durch das kochend heiße Wasser. Die Verletzten wurden in einer auf Brandwunden spezialisierten Klinik der Industriestadt behandelt.

Keine Fenster, keine Notausgänge

In Bewertungen im Internet zu dem Hotel beschwerten sich viele Gäste über fehlende Fenster. Nach Angaben der städtischen Behörden gab es zudem keinen Notausgang. Auf Bildern war zu sehen, wie Dampf aus dem Hoteleingang quoll. Die Überflutung war demnach so stark, dass das heiße Wasser auch auf die Straße floss.

Der Gouverneur des Gebiets Perm, Maxim Reschetnikow, ordnete an, den Verletzten und Familien der Todesopfer jede Hilfe zu geben. Er kritisierte, dass die Sicherheitsvorkehrungen in der Herberge nicht eingehalten worden seien. Das Hotel befand sich in einem Wohnhaus aus den 1960er Jahren.

Das zentrale Ermittlungskomitee in Moskau kündigte an, besonders erfahrene Kriminalisten zu dem Ort zu schicken, um das Unglück aufzuklären. Es wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften eingeleitet. In Russland kommt es immer wieder zu schweren Havarien mit Todesopfern, weil grundlegende Vorkehrungen nicht eingehalten werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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