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China: Britischer Diplomat rettet Studentin vor dem Ertrinken

Held in China  

Britischer Diplomat rettet Studentin vor dem Ertrinken

17.11.2020, 12:35 Uhr | dpa

Studentin stürzt in den Fluss – Diplomat greift ein

Für die Augenzeugen im chinesischen Zhongshan war es ein schockierender Anblick: Eine Studentin stürzte dort in einen Fluss und verlor dabei das Bewusstsein. Stephen Ellison aber zögerte nicht lange. Der britische Diplomat zog seine Schuhe aus und sprang ins Wasser, um die junge Frau zu retten. (Quelle: t-online/Reuters)

Rettungsaktion: Britischer Diplomat springt in einen Fluss und wird zum Helden. (Quelle: t-online - Reuters)


Ein britischer Diplomat hat eine chinesische Studentin vor dem Ertrinken gerettet. Das Video zu der beherzten Aktion wurde viele Millionen Mal angeklickt – und der Retter als Held gefeiert.

Ein britischer Diplomat ist in China zum Helden geworden: Er rettete eine ertrinkende Studentin aus einem Fluss. Das Video dazu zeigt die Rettungsaktion. Der britische Generalkonsul in Südwestchinas Metropole Chongqing, Stephen Ellison, zieht im nahe gelegenen Ausflugsort Zhongshan kurz entschlossen seine Schuhe aus und springt in einen Fluss, während die Studentin mit dem Kopf nach unten im Wasser treibt.

Die Rettungsaktion seht ihr oben im Video.

"Sie begann, wieder zu atmen"

Zuschauer werfen dem 61-Jährigen einen Rettungsring an einer Leine zu, mit dem er die Studentin ans Ufer ziehen kann. "Gerade als wir an den Rand kamen, begann sie, wieder zu atmen, was eine große Erleichterung war", sagte Ellison in einem Interview des britischen Rundfunksenders BBC. Ein paar Stunden später habe sich die Studentin erholt, und beide hätten zusammen etwas getrunken und ein paar Fotos miteinander gemacht.

"Er hat unsere Bewunderung verdient", kommentierte ein Online-Nutzer. "In Großbritannien wird er ein Ritter genannt, in China ein Held." Seit der Rettung am Samstag wurde das Thema im Kurznachrichtendienst Weibo 170 Millionen Mal angeklickt.

Symbolischer Lichtblick für britisch-chinesischen Konflikt

Kritik gibt es dennoch: "So viele Schaulustige, aber nur ein Ausländer macht sich auf, um Menschenleben zu retten", hieß es in einem Kommentar. Doch wie die Studentin, die am Ufer abgerutscht und ins Wasser gefallen war, hat die Mehrheit der Chinesen nie schwimmen gelernt.

Chinas Außenamtssprecher Zhao Lijian lobte den Diplomaten in Peking für sein "heldenhaftes Verhalten". Es war ein seltener Lichtblick in den Beziehungen zwischen beiden Ländern, die so schlecht sind wie lange nicht. Ursachen sind die britische Kritik an Chinas hartem Kurs in der früheren britischen Kronkolonie und heutigen chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong und der Ausschluss des chinesischen Telekomriesen Huawei vom Ausbau des britischen Mobilfunknetzes auf den schnellen 5G-Standard.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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